Victorinox CyberTool

modernes Taschenmesser

Im modernen Technikzeitalter ist ein Taschenmesser der
materialisierte Anachronismus. Doch ausgerechnet ein gutes, altes Schweizer
Armeetaschenmesser begeistert mich nach wie vor. Denn irgendwie hat dieses scheinbar schon immer da gewesene Utensil es
geschafft, heute kaum besser in die Zeit zu passen, als jemals zuvor – heute, wo selbst ein scheinbar einfaches Handy zum Universalwerkzeug in Sachen Kommunikation mutiert ist. Ich spreche vom Victorinox CyberTool.

Victorinox haben Sie schon richtig Mühe gegeben: halb
transparente Seitenschalen erinnern an das Design des ersten iMac. Auch der Name
lässt sofort erkennen, dass es sich hierbei offensichtlich um ein Nerd-Werkzeug
handeln muss. Doch über den auf den ersten und zweiten Blick leicht verunglückt
klingende Namen lässt sich schnell hinwegsehen, wenn man sieht, was dieses
Werkzeug zu bieten hat.

Ausstattung

Auch wenn es von Victorinox zig verschiedene Modelle gibt,
so wiederholen sich die eingesetzten Werkzeuge immer wieder. Deshalb bin ich
auch nicht so fixiert auf das CyberTool, sondern vielmehr auf das, was sich
hinter dem Namen verbirgt: Grundausstattung eines jeden Schweizer
Taschenmessers sind selbstverständlich zwei verschiedene Messerklingen, Dosen-
und Flaschenöffner sowie ein Korkenzieher und Schere.

Die Besonderheit des CyberTools ist nun, dass in diesem
Messer ein kleiner Bit-Satz enthalten ist. Ursprünglich dafür gedacht, dass man
mit diesem Werkzeug Computer auf- und zu schrauben kann, entpuppt sich
ausgerechnet diese Ausstattung auch im Alltag als äußerst nützlich. Denn mal
ehrlich: so wirklich toll lassen sich mit dem an der Spitze des Flaschenöffners
angebrachten Schraubenzieher nun wahrlich keine Schrauben drehen. Das
CyberTool liefert in seinem Bit-Satz vier doppelseitige Klingen mit drei Kreuzschlitz-, drei
Torx-, einem Imbus- und einem normalen Schraubenzieher.

Neben der ausgesprochen präzisen und scharfen Schere gibt
es zusätzlich noch eine kleine Zange, die ebenso keinerlei Präzision vermissen
lässt. Je nach Modell ist zusätzlich auch noch eine Holzsäge und kombinierte
Metallsäge und Feile vorhanden. Als Brillenträger begeistert mich
selbstverständlich der in den Korkenzieher eingedrehte Minischraubenzieher,
der perfekt für diese wirklich winzigen Schräubchen geeignet ist. Denn wem ist
es noch nie passiert? Der Brillenbügel macht sich plötzlich selbstständig, und
man versucht mit Fingernagel, Bleistiftmine, Alupapier oder was den geneigten
MacGuyver-Fan sonst vor die Finger gerät, die Überreste der Brille irgendwie
wieder zusammenzufügen.

Neben dem Korkenzieher finden sich auf der Rückseite noch
eine Ahle und ein seltsam anmutender Haken. Dessen Sinn und Zweck erschließt
sich jedem sofort, der schon einmal ein Paket oder einen anderen schweren
Gegenstand an einer dünnen Schnur tragen musste und dabei erlebt hat, wie sich
so langsam die Finger abgeschnürt haben. Das große Modell des CyberTools
bietet hier zusätzlich noch zwei Klingen mit Schrauben zieren, die allerdings
so scharf angespitzt sind, dass man sie auch als Mini-Stechbeitel verwenden
kann.

In den Seitenteilen stecken wie bei den meisten
Taschenmessern zusätzlich noch ein Zahnstocher, eine Pinzette und ein
Kugelschreiber. Und wer lang genug sucht, der findet auch das letzte Gimmick: eine
Nadel.

Praxis

Ich gehöre nicht zu den Leuten, die ständig mit ihrem
Taschenmesser am Gürtel (neben dem Handy und dem Geldbeutel an der Kette) herumrennen müssen. Stattdessen ist das
CyberTool für mich ein unerlässlicher Begleiter, wenn ich auf Ausflüge,
Wanderungen oder Reisen gehe. Im Haushalt ist es das allzeit griffbereite Universalwerkzeug,
wenn ich mal wieder zu faul bin, an den Werkzeugkoffer zu gehen. Dabei bin ich
immer wieder überrascht, wie universell sich die diversen Werkzeuge tatsächlich
einsetzen lassen. Den Dosenöffner habe ich zwar noch nie gebraucht, dafür ist
der Kugelschreiber immer wieder einmal der Retter in der Not, wenn man mal schnell irgendwas aufkritzeln muss.

Und ja: Selbst verständlich habe ich auch schon am PC mit
dem CyberTool herumgeschraubt. Es funktioniert tadellos, auch wenn ich von den
Torx-Bits bisher nur selten etwas gebraucht habe.

Fazit

Über die Qualität von Victorinox-Taschenmessern muss man
eigentlich nicht viel erzählen. Die Klingen sind alle aus hochwertigen Stahl
gefertigt, im Auslieferungszustand schon extrem scharf und lassen sich
leichtgängig ein und ausklappen, wobei sie satt in die jeweiligen Stellungen einrasten. Ausgeklappt sind die Messerklingen alle so stabil, dass man
keine Angst haben muss, sich zu verletzen. Aufgrund des Gewichts des Messers,
liegt es auch sehr gut in der Hand. Einziger Kritikpunkt wäre vielleicht, dass die Bits eine Idee zu locker im Schaft sitzen.

Das CyberTool ist in drei Größen erhältlich: in der
kleinsten Variante ist keine Zange und Schere enthalten, die größte enthält
zusätzlich noch Sägen und Feilen. Als besonderes Modell ist noch eins mit integrierter Lampe erhältlich.

Victorinox CyberTool 41

Victorinox CyberTool 34

Victorinox CyberTool 29

Victorinox CyberTool Lite

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