Unterwassergehäuse für Drift HD Actioncam

Als relativ frischer Besitzer der Action-Kamera Drift HD stehe ich natürlich vor dem Problem, wie ich sie gefahrlos auch beim Wassersport einsetzen kann. Zwar ist das Kameragehäuse selbst laut Hersteller wassergeschützt und hält auch kurzes Eintauchen aus, doch für den dauerhaften Einsatz im und am Wasser ist mir das zu unsicher. Dafür bietet der Hersteller das nicht übertrieben teure Unterwassergehäuse als Zubehör an.

Ausstattung

Das Waterproof Case für die Drift HD ist komplett aus Kunststoff hergestellt, die Frontplatte, durch die gefilmt wird, ist eingeschraubt und lässt sich augenscheinlich nachträglich tauschen. Auf der Unterseite findet sich – ebenfalls eingeschraubt – eine Platte mit Stativgewinde aus Metall.

Auf der Oberseite ist ein Panel mit vier Tasten eingelassen, mit denen sich die Kamera im Inneren bedienen lassen. Die hintere Ladeluke ist mit einer halbwegs vertrauenserweckenden Dichtung versehen und wird mit einem jedoch nicht mehr ganz so vertrauenserweckenden Überwurfriegel verschlossen.

Innen findet sich nicht mehr als eine Art Filzstreifen, der offensichtlich Feuchtigkeit aufnehmen soll, um ein Beschlagen zu vermeiden. Ein Betrachten des Displays ist durch das Gehäuse problemlos möglich.

Praxis

Die Drift HD wird von hinten durch die Klappe in das Gehäuse eingeschoben, auch mit verdrehtem Objektiv. Auf der Innenseite der Klappe ist ein Schaumgummi-Pad angebracht, das für einen gewissen Andruck und somit einer stabilen Fixierung der Kamera sorgt.

Die Bedienung über die nach außen gelegten Tasten ist mühsam, da die Gummignubbel nur mit ein wenig Gewalt die Tasten der Kamera zuverlässig auslösen. Gerade zum Ein- und Ausschalten, bei dem die Aufnahmetaste für 5 Sekunden gedrückt werden muss, ist das ein kleines Geduldsspiel. Starten und Beenden einer Aufnahme ist jedoch – kräftiger Druck vorausgesetzt – zuverlässig möglich.

Das Gehäuse soll einem Druck von 30 Metern Wassertiefe standhalten. Das bedeutet jedoch nicht, dass man damit tatsächlich 30 Meter tief tauchen kann, da durch die Bewegung kurzzeitig auch in geringeren Tiefen ein entsprechender Druck auftreten kann.

Ausprobiert habe ich das Gehäuse zunächst zaghaft im Swimmingpool, zu zweit übrigens ein Heidenspaß! Da das Gehäuse ja mit Luft gefüllt ist, schwimmt es an der Wasseroberfläche, wobei es hier aufgrund der Bauform entweder mit der Seite mit den Tasten oder der Stativaufnahme flach nach oben liegt. Wer es also so verwenden möchte, ist gut darin beraten, das Objektiv der Drift HD zuvor um 90° zu drehen. Interessanterweise liegt die Wasserlinie des schwimmenden Gehäuse genau oberhalb des Objektivs. Die Kamera filmt also genau unterhalb der Wasseroberfläche.

Der Kunststoff des Gehäuses ist ausreichend wasserabweisend, so dass nach dem Auftauchen praktisch sofort klare Sicht besteht. Nur selten bleiben einzelne Tropfen „im Bild“ hängen.

Fazit

Für moderate 50 Euro ist dieses Unterwassergehäuse geradezu ein Schnäppchen, auch wenn es sicherlich nicht mit professionelleren Lösungen mithalten kann. Vermisst habe ich lediglich eine Öse, an der ich eine Sicherheitsleine befestigen könnte, sollte sich die Kamera einmal aus der Verankerung lösen. Auch das Stativgewinde ist kein perfektes Mittel, einen solchen Klotz zu befestigen, aber dafür ein universeller. Auf dem von mir verwendeten Flymount wird das Gehäuse zusätzlich gegen Verdrehen mit einem Riemen gesichert.

Drift HD Waterproof Case

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Wenn Sie fortfahren, die Web-Site zu nutzen, stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu. Weitere Informationen

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter.

Zurück