Testbericht Nokia BH-500

So, der versprochene Testbericht meines persönlichen „Feldversuchs“ mit dem BH-500:

Das Fazit vorweg: Ich habe nun das Gerät gefunden, das mich am meisten zufriedenstellt.

Audioeigenschaften

Der Klang des Nokia BH-500 unterscheidet sich für audiophile Laien, die sich mit MP3-Musik zufriedengeben, nicht von dem, was mein N95 direkt über den Kopfhörerausgang ausgibt. Von daher hat es in dieser Disziplin eindeutig gewonnen.

Mehr noch: Im Gegensatz zu allen anderen Mitstreitern ist das BH-500 das einzige Headset, das eine vom Handy unabhängige Lautstärkenkontrolle ermöglicht. Alle anderen Geräte haben die Lautstärke des Handys übernommen. Wenn man also das Handy auf 10% stehen hatte, dann entsprach die Maximallautstärke des Headsets auch nur 10%. Man musste also das Handy auf 100% stellen, um auf dem Headset die Laustärke voll steuern zu können. Das BH-500 ignoriert die auf dem Handy eingestellte Lautstärke.

Diese Eigenschaft könnte möglicherweise eine „Spezialität“ von Nokia sein, die die Geräte der anderen Hersteller systembedingt nicht unterstützen. Wer weiß…

Bedienung

Die Bedienung des BH-500 ist einwandfrei. Die Tasten sind gut zu treffen, die beiden Hauptbedientasten — Rufannahme und Play/Pause — sind „blind“ gut voneinander zu unterscheiden, wie auch die anderen.

Bauform

Der Halteclip ist sehr stramm, so dass ich keine Angst haben muss, dass ich das teil verliere. Wie schon geschrieben, werde ich mir ggf. für den Sommer noch eine öse für eine Trageschlaufe in den Clip „nachdremeln“.

Das Gerät ist laut Nokia „wasserdicht“, sofern man den mitgelieferten Kopfhörer verwendet. Der soll dann recht dicht die Buchse verschließen, so dass man das BH-500 gefahrlos einem Wolkenbruch aussetzen kann. In der Tat wirkt das Gehäuse hermetisch abgeschlossen, die Ladebuchse ist ebenfalls mit einer Kappe geschützt. Lediglich oben befindet sich ein Loch fürs Mikro, das aber vermutlich mit einer Membran ebenfalls vor Feuchtigkeitseintritt geschützt sein wird.

Die Vorder- und Rückseite des BH-500 besteht aus griffigem Gummi, der Rand aus leider etwas weniger wertig wirkendem Kunststoff, der silberfarben lackiert ist. Die Hauptbedientasten sind verchromt und daher ein wenig anfällig für Fingerabdrücke. Matte Tasten wären da etwas besser gewesen. Also bitte nicht bei einem Banküberfall verlieren!

Telefonfunktionen

Wie bereits angedeutet, habe ich hier einen Bug gefunden: Wenn man einmal die Musikwiedergabe gestartet hat, dann lässt sich die Sprachwahl nicht mehr aktivieren. Die Rufannahme Ruf abweisen und die Wahlwiederholung funktionieren tadellos.
Ob dieser Fehler nun am BH-500 oder am N95 liegt, kann ich nicht beurteilen.

Letztlich kann ich diesen Fehler verschmerzen, da die Sprachwahl ohnehin eher suboptimal funktioniert.

Eine weitere Unregelmäßigkeit habe ich bei der im Handbuch beschriebenen Funktion zur Übergabe des Gesprächs aufs Handy und zurück festgestellt. Durch langes Drücken der Sprachtaste kann man ein laufendes Telefonat zum Handy schalten. Drückt man dann nochmals lange, soll es wieder aufs Headset zurückgeschaltet werden. Das funktioniert jedoch nicht, das Gespräch hängt dann „in der Luft“. Drückt man am Handy auf den Softkey „Bluetooth“ funktioniert die Umschaltung jedoch tadellos. Ich bin mir nicht sicher, ob das ein Bug oder Feature sein soll. Denn eigentlich ist es sogar sinnvoll, dass man eine Gesprächsübergabe an dem Gerät initiiert, auf dem es gerade läuft.

Die Empfindlichkeit des Mikrofons ist gut. Ich habe zwar noch nicht in der freien Wildbahn telefoniert, aber im Vergleich zu den anderen Geräten hört man in leiser Umgebung den Gesprächspartner laut und deutlich — deutlicher als bei den anderen Testkandidaten.

Musikfunktionen

Da gibt es nicht viel zu sagen: Es ist alles dabei, was ein Player benötigt — bis auf ein Display. Durch Gedrückthalten der Vor- und Zurücktasten ist eine Suche innerhalb eines Musiktitels möglich, was für Freunde von Mix-CDs oder Hörbüchern sicherlich eine gute Nachricht ist.

Für weitere Fragen stehe ich selbstverständlich zur Verfügung. Bin mittlerweile zum Stereoheadset-Spezialisten mutiert.

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