Sony Ericsson MBS-100

So schnell habe ich mich selten zu einem Kauf entschieden — und vermutlich auch nicht zur Rückgabe des Geräts. Aber der Reihe nach:

Auf der Rückseite einer Zeitschrift fiel mir die Werbung für einen externen, per Bluetooth angesteuerten Aktiv-Lautsprecher ins Auge — hauptsächlich wegen seines ungewöhnlichen Designs. In Foren wird das Gerät liebevoll auch „Mozartkugel“ genannt, da die Box etwa Schneballgroß und rund ist. Angesteuert wird sie von jedem bluetoothfähigen Handy oder zur Not per Kabel.

Da es sich nur um eine Box handelt, ist hier natürklich nur eine Mono-Wiedergabe der Musk möglich. Aber wer einen Raum mit Hintergrundmusik beschallen möchte, kann auf räumlichen Klang durchaus verzichten. Also ideal, um unterwegs ein wenig Musik mit mehreren Leuten hören zu könne, ohne auf schweres Equipment angewiesen zu sein.

Doch so weit die Theorie.

Das Sony Ericsson MBS-100 erreichte mich in gewohnt schneller Lieferung bereits am nächsten Tag, so dass ich meinem Spieltrieb freien Lauf lassen konnte: Die Akkus sind bereits aufgeladen, also nur noch einschalten koppeln und loslegen. Das funktioniert auch wunderbar: Nach dem ersten Erwecken signalisiert die integrierte LED durch aufgeregtes Flackern die Empfängsbereitschaft für eine neue Bluetooth-Partnerschaft.

Wenige Tastenklicks auf dem Handy später war dieser erste Schritt vollbracht. Nun noch den Player starten und loslegen.

Der Klang verblüfft: Trotz der geringen Ausmaße kann sich das MBS-100 durchaus hören lassen. Natürlich ist es kein Klangwunder, aber zum Musikhören bestens geeignet. Wenn da nicht eine Klitzekleinigkeit wäre: Die japanischen Ingenieure haben es offensichtlich für irrsinnig cool angesehen, auf einen Lautstärkeregler zu verzichten. Ja, richtig gelesen.

In der Bedienungsanleitung erfährt der verblüffte Leser, dass die Lautstärkeregelung über den Zuspieler zu erfolgen hat. Okay. Nur hat die Sache einen Schönheitsfehler: Es funktioniert nicht, zumindest nicht mit meinem Nokia-Handy. Egal, welche Lautstärke ich am Handy einstelle, die Box tönt stets gleich laut bzw. leise. Mit einem eilig geliehenen Sony-Ericsson-Handy eines Kollegen hingegen funktionierte es tadellos. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.

Es ist schon bemerkenswert: Da kritisiere ich bei den bisher getesteten Headsets, dass die Lautstärke am Handy die Lautstärke im Gerät beeinflusst, so dass man immer auf „Maximal“ stellen muss — und hier funktioniert es mal umgekehrt, nämlich gar nicht. Verkehrte Welt.

Ein Hoch auf den Bluetooth-Standard.

Fazit: Nettes Gerätekonzept, aber leider in der Disziplin „Kompatibilität“ versagt. Wem die Schuld zuzuschreiben ist, würde ich hier als irrelevant ansehen. Tatsache ist, dass die „Mozartkugel“ offensichtlich nur für SE-Handys konzipiert wurde. Schade.

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