Ray Flash

Ringblitzadapter zum Aufstecken

Beim Fotografieren spielt das Licht eine zentrale Rolle. Aufnahmen in kurzer Distanz stellen dabei immer eine besondere Herausforderung dar, da die Kamera, das Objektiv oder der Kameramann selbst hier leicht unerwünschte Schatten wirft. Für eine gleichmäßige Ausleuchtung aus Richtung der Kamera setzt man daher auf Ringblitze, die – wie der Name schon sagt – ringförmig um das Objektiv positioniert sind. Allerdings sind gute Ringblitze eine teure Angelegenheit, und die preiswerteren Modelle verfügen häufig nicht einmal über tatsächlich Blitzröhren, die den gesamten Ring abdecken.

Eine preiswerte Alternative stellt daher der Ray Flash Adapter dar, der das Blitzlicht eines konventionellen Blitzgeräts über Lichtleiter umlenkt und über einen Ringreflektor abstrahlt.

Technik

An sich ist nicht viel dran am Ray Flash: Das obere Ende stülpt man über den Aufsteckblitz, der Ring kommt um das Objektiv. Fertig. Im Inneren verlaufen Lichtleiter aus Kunststoff, die das Blitzlicht oben abfangen, den Kanal nach unten leiten und schließlich in dem Ring wieder nach vorn abstrahlen.

Befestigt wird der Ray Flash allein über die stramm sitzende Klemme, die das Blitzgehäuse umschließt. Jetzt hängt es vom Blitzkopf selbst ab, wie stabil das ganze ist. Um zu verhindern, dass verstellbare Blitzköpfe zu weit nach unten abknicken, wird ein stabiler Gummiring mitgeliefert, den man so um das Gelenk des Blitzes legen kann, dass er den Kopf abstützt. Kurios, aber äußerst effektiv.

Praxis

Der Ray Flash Ringblitzadapter schafft es tatsächlich, eine nennenswerte Lichtmenge vom Aufsteckblitz in den Ringreflektor umzuleiten. Die Motive im Abstand von ein bis zwei Metern sind gleichmäßig ausgeleuchtet. Aufgrund der Bauform der Lichtleiter, die ja von oben in den Ring hinein laufen, entsteht jedoch kein geschlossener Ring. Das kommt immer dann zum Tragen, wenn man diesen Effekt gerne in Reflexionen (z.B. den Augen) sehen möchte. Statt eines geschlossenen Kreises sieht man hier eher ein U. Wo das nicht weiter stört, ist der Ray Flash problemlos einsetzbar.

Die Kamera sollte man jedoch nicht allzu heftig bewegen. Zwar ist der Ringblitz komplett aus Kunststoff gebaut, dennoch wiegt er ein wenig und muss vom Blitzkopf komplett getragen werden. Durch die Hebelwirkung der langen Konstruktion lastet dann doch einiges auf dem Blitzgehäuse, was besonders zum Tragen kommt, wenn man die Kamera nicht waagerecht hält.

Fazit

Die meisten echten Rinblitze, die man als Zubehör der renommierten Kamerahersteller kaufen kann, haben tatsächlich nur zwei kleine Blitzröhren links und rechts neben dem Objektiv. Geschlossene Ringe findet man selten, und diese Modelle sind dann besonders teuer. Daher kann der Ray Flash eine preiswerte, aber dennoch effektive Alternative sein – vor allem, wenn man das Ringlicht nur gelegentlich braucht. Mit seinen knapp 100 Euro ist er in meinen Augen der beste Kompromiss.

Produktlink: Ray Flash Ringblitz Adapter

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