Philips MiniVac FC6148/01 Akkusauger

kraftvoller Handstaubsauger

Bei mir wuselt seit nunmehr zweieinhalb Jahren ein iRobot Roomba durch die Wohnung und sorgt für eine gleichmäßige Grundsauberkeit der Böden. Prinzipbedingt fällt es dem Staubsaugerroboter jedoch schwer, bis in die Ecken zu gelangen oder verdeckte Nischen zu erreichen.

Da es mir schlicht zu mühselig ist, für jede Kleinigkeit meinen alten Bodenstaubsauger herauszukramen, habe ich mir einen handlichen Akkustaubsauger zugelegt, der jederzeit griff- und einsatzbereit ist. Nach einer kleinen Recherche fiel die Wahl auf den Philips MiniVac mit der sperrigen Modellbezeichnung FC6148/01 mit Lithium-Ionen-Akku.

Technik

Der Philips MiniVac sieht nicht sehr viel anders aus, als die meisten anderen Handstaubsauger der letzten 30 Jahre. Die „Nase“ besteht aus transparentem Kunststoff und dient als Staubbehälter. Der Einsaugstutzen ist im Behälter selbst angewinkelt, so dass die Luft zur Seite geleitet wird, was letztlich einen zirkulierenden Luftstrom führen soll. Der Stutzen selbst ist innen mit einer Gummiklappe verschlossen, damit im ausgeschalteten Zustand kein Staub herausfallen kann. Vor dem Saugmotor sitzt im Behälter ein Grobfilter aus feinmaschigem Kunststoffgewebe, darin befindet sich ein Filtersäckchen, das schließlich noch den feinen Staub im Behälter halten soll.

Eine Besonderheit ist der Griff: Im Gegensatz zu vielen anderen Geräten ist dieser beim MiniVac durchgehend, so dass man das Gerät in einer beliebigen Position halten kann. Auf dem Griff sitzt der Schiebeschalter, mit dem sich der Staubsauger in zwei unterschiedlich starken Stufen ein- und schließlich ausschalten lässt. Der Lithium-Ionen-Akku ist fest im Gerät eingebaut und lässt sich vom Nutzer nicht austauschen.

Das Gewicht des MiniVac ist gut verteilt, so dass er angenehm in der Hand liegt und nicht zu schwer wirkt. Mit einer Leistung von 100 Watt laut Datenblatt kommt er mit einer Akkuladung auf 9 Minuten Betriebsdauer. Das wirkt wenig, aber reicht für den gedachten Einsatz völlig aus.

Mitgeliefert wird eine Ladestation, die man entweder einfach auf den Tisch oder Boden stellen oder an eine Wand hängend anbringen kann. Pfiffig und durchdacht ist dabei die Kabelhalterung an der Rückseite, damit das in der Regel ja etwas zu lange Ladekabel nicht lose herum liegt. Die Ladestation hat zusätzlich Halterungen für die beiden mitgelieferten Zubehördüsen.

Der Ladevorgang dauert sehr lang – rund 8 Stunden! Dafür handelt es sich um eine halbwegs intelligente Ladeschaltung, die abschaltet, sobald der Akku voll ist. Dank Lithium-Ionen-Technik gibt es auch keinen Memory-Effekt, so dass man das Ladegerät stets eingesteckt lassen kann. Eine LED am Handgriff signalisiert den Ladezustand.

Praxis

Respekt, was der Kleine für eine Leistung hat. Vielleicht ist es nur bewusste Effekthascherei, aber nach dem Einschalten gibt der Motor beim Hochfahren Geräusche wie eine Anfahrende S-Bahn von sich, bis er nach wenigen Sekunden die volle Drehzahl erreicht hat. Die Saugkraft kann sich in der höchsten Stufe wirklich sehen lassen und eignet sich bestens, um losen Schmutz im Umkreis von rund 10cm um die Düse herum anzusaugen.

Ein Fummelkram ist und bleibt das Ausleeren des Staubbehälters. Über einen Riegel nimmt man das gesamte Vorderteil ab und muss dann den darin eingesteckten „Deckel“ mit dem Filter herausziehen und den Behälter auskippen. Allerdings setzt sich sowohl am äußeren Grob-, als auch am inneren Feinfilter viel Dreck fest, so dass man nicht umhin kommt diese Teile ebenfalls auseinander zu nehmen, was glücklicherweise ohne Verrenkungen möglich ist. Gerade wenn man sehr feinen Staub eingesaugt hat, muss man den Feinfilter anschließend gründlich ausklopfen. Ansonsten leidet die Saugleistung erheblich darunter. Den Feinfilter kann man übrigens für rund 5 Euro als Ersatzteil nachkaufen, sollte er sich nicht mehr reinigen lassen.

Die mitgelieferten Düsen sind sehr hilfreich. Die Bürstendüse eignet sich gut beim Absaugen von textilen Materialien, sowie zum Schutz der Oberfläche. Die schmale Fugendüse hätte für meinen Geschmack noch ein wenig länger sein können. Es gibt durchaus stellen, an denen man mit dem dicken Rest des Handsaugers dann nicht durch kommt.

Leider ist der MiniVac FC6148/01 laut Datenblatt nicht dazu geeignet, um feuchten Schmutz oder Flüssigkeiten aufzusaugen. Die im Werbeprospekt angepriesene Zyklon-Technik hat nicht wirklich etwas mit dem zu tun, was man von den beutellosen Dyson-Geräten her kennt, bei den allein durch den zirkulierenden Luftstrom der Staub und Schmutz getrennt wird. Aufgefangen wird der Dreck letztlich doch nur vom Filter.

Fazit

Ich habe den MiniVac als immer einsatzbereiten Staubsauger in der Küche (Brötchenkrümel, Kaffeepulver, Mehl, etc.), im Bad (Haare, Bartstoppeln, etc.) und schließlich als Kompagnon meines Roomba für die Detailarbeiten in der gesamten Wohnung zu schätzen gelernt. Durch die Ladesteuerung kann der Sauger immer in der Station am Ladegerät bleiben, und ist somit stets funktionsfähig. Lediglich für das nach wie vor fummelige Entleeren des Staubbehälters scheint man nach all den Jahren noch immer keine sinnvolle Lösung gefunden zu haben.

Philips FC6148/01 Akkusauger ECO (beutellos, 10,8V Li-Ionen-Akku, 2-stufig, zyklon. Luftstrom, aerodynamische Düse) grau

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