Metz Mecablitz 58 AF-1 digital

Ich möchte ein wenig Licht ins Dunkel bringen — zumindest bei meinen Fotos. Relativ schnell musste auch ich einsehen, dass der eingebaute Blitz meiner digitalen Spiegelreflexkamera Olympus E-520 nur mehr für Notfälle, als für ernste Fotografien gedacht ist. Also muss ein externes Blitzgerät her. Von früher weiß ich noch, dass die deutsche Traditionsfirma Metz Blitzgeräte herstellt, deren Ruf gar nicht mal so schlecht ist. Also habe ich mir deren Modellreihe etwas genauer angesehen und bin schließlich bei dem Top-Modell Mecablitz 58 AF-1 hängen geblieben.

Die Besonderheit an diesem Blitz ist ein kleiner Zweitreflektor, der immer dann zum Einsatz kommt, wenn man den Hauptreflektor zum indirekten Blitzen z.B. nach oben geschwenkt hat. Dann lässt sich mit dem Zweiten Blitz der Vordergrund gezielt aufhellen. Aber der Reihe nach:

Technische Daten

  • Leitzahl 58 bei ISO 100 und 105 mm
  • Schwenkreflektor (horizontal/vertikal)
  • Zweitreflektor
  • Motorzoom (24 – 105 mm)
  • AF-Hilfslicht
  • Herausklappbare Weitwinkelstreuscheibe
  • 4 Mignon-Batterien
  • USB-Anschluss
  • Anschluss für externe Stromquelle
  • beleuchtete LCD-Anzeige
  • Master/Slave-Funktion

 

Handhabung

Das Gerät ist solide verarbeitet, der Haupteflektor lässt sich komplett senkrecht nach oben stellen, sowie um 180° nach hinten drehen. Dabei rastet der Reflektor in Zwischenschritten ein, um ihn aus seiner Grundstellung zu bewegen, muss ein Knopf an der Seite gedrückt werden. Eine Grad-Skala auf dem Reflektorkopf zeigt den Neigungswinkel an.

Bedient wird der Blitz über vier Tasten auf der Rückseite, deren Belegung über das Matrix-Display angezeigt wird. Die Menüführung ist einfach, so dass man nach kurzer Zeit die wichtigsten Einstellungsmöglichkeiten gefunden hat. Eine der Tasten ist farbig beleuchtet und zeigt damit den Ladezustand des Kondensators an.

Funktionen

Über die Grundfunktionen braucht man bei einem Blitz nicht viel sagen. Er unterstützt die Blitzprogramme des jeweiligen Kameratyps inkl. Hochgeschwindigkeitsblitz, Rotaugen, usw. Die Blitzstärke kann manuell, automatisch durch den Blitz selbst oder über die TTL-Funktion der Kamera bestimmt werden. Gleiches gilt für den Motorzoom, der sich im Automatikmodus an die Zoom-Stufe der Kamera anpasst.

Zusätzlich bietet der Blitz u.a. eine Stroboskopfunktion, bei der man bei Langzeitbelichtungen interessante Effekte erzielen kann. Dabei kann die Anzahl und die Frequenz der Blitze gewählt werden. Um die Ausleuchtung einer Szenerie besser beurteilen zu können, bietet der Mecablitz eine Art Dauerlicht an, bei der er für etwa drei Sekunden eine schnelle Blitzsalve abfeuert.

Um den Autofokus der Kamera zu unterstützen, leuchtet der Blitz mit seinen vorne angebrachten Infrarot-LEDs ein schwach rotes Muster auf das anvisierte Objekt, was in der Praxis übrigens nahezu perfekt funktioniert. Der AF kann selbst bei völliger Dunkelheit innerhalb Sekundenbruchteilen die Entfernung zuverlässig messen.

Apropos Entfernung: Der Blitz zeigt in seinem Display stets die maximale Ausleuchtungsentfernung an (also z.B. „9 m“), die u.a. vom Zoom, den Belichtungseinstellungen und den Restlichtverhältnissen abhängt.

Fernsteuerung

Eine meiner Lieblingsfunktionen ist die Fernsteuerung im Master-Slave-Modus. Das hängt allerdings von verwendeten Kameramodell ab. Meine Olympus E-520 bietet hier die Möglichkeit, über den integrierten Blitz über eine Art „Mosecode“ den externen Blitz zu steuern und auszulösen. Der Gewinn an szenerischen Gestaltungsmöglichkeiten durch einen entfesselten Blitz, den man an einer nahezu beliebigen Position aufstellen kann, ist unbezahlbar. Übrigens: Auch im Master-Slave-Modus funktioniert die TTL-Einmessfunktion über die Kamera.

Metz hat für diese Betriebsart noch einen Standfuß beigelegt, damit man den Blitz sicher aufstellen kann. An der Unterseite des Standfußes ist zudem noch ein Stativgewinde angebracht.

Zweitreflektor

Wie schon erwähnt hat der Mecablitz vorne einen kleinen Zweitreflektor angebracht, der immer dann zum Einsatz kommt, wenn man den Hauptreflektor aus seiner Grundstellung nach oben geschwenkt hat, um indirekt zu blitzen. Obwohl diese Art des Blitzens mit Abstand die beste Ausleuchtung garantiert, kann es dabei zu unschönen Schatten (z.B. unter der Nase einer fotografierten Person) kommen. Das lässt sich durch den Zweitreflektor ausgleichen, der eine kleine Lichtmenge direkt auf das Objekt richtet. Die Blitzintensität des Zweitreflektors lässt sich dazu noch halbieren oder auf ein Viertel reduzieren, sollte sie zu stark sein.

Firmware-Update

Es hört sich unglaublich an, aber der Mecablitz lässt sich oer Internet updaten. Dazu verfügt er über eine USB-Schnittstelle, über die er mit dem PC verbunden wird. Auf der Web-Site von Metz ist ein Update-Programm erhältlich, über dass sich die aktuelle Firmware in das Gerät einspielen lässt.

Ich habe von dieser Funktion bereits einmal Gebraucht gemacht, da Metz auf diesem Wege die Master-Slave-Funktionalität für meine Olympus-Kamera nachgerüstet hat.

Fazit

Ich bin begeistert von diesem Blitzgerät. Nicht nur, dass es deutlich preiswerter als ein vergleichbarer Systemblitz von Olympus ist, er verfügt zudem noch über zahlreiche zusätzliche Funktionen. Die Blitzqualität ist tadellos, es gelingen perfekt ausgeleuchtete Fotos — sei es in Räumen mit indirektem Blitzen oder draußen auf mittlere Distanz. Ich kann das Gerät vorbehaltlos weiterempfehlen.

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