Logitech M525

Funkmaus mit Kinetic Scrolling

Ich bin ja eigentlich schon länger Fan von schnurlosen Logitech-Mäusen, also ist es an der Zeit, einmal die aktuelle Generation unter die Lupe zu nehmen. Die Logitech M525 markiert das solide Mittelfeld für den Büroalltag und überzeugt hier voll und ganz.

Technik

Die Logitech M525 kommt in der klassischen Bauweise der schnurlosen Mäuse daher. Sie verfügt über keinerlei Schnickschnack, wie zusätzliche Buttons, sondern hat nur zwei Maustasten und ein Scrollrad, dass sich zusätzlich nach links und rechts kippen und wie üblich nach unten drücken lässt.

Die Abtastung erfolgt per unsichtbarer Infrarotdiode, die genauso präzise sein soll, wie ein Laser. Im Bauch trägt die Logitech M525 zwei Standardbatterien vom Typ AA. Als Empfänger kommt der bei den meisten anderen Logitech Produkten ebenfalls verwendete Mini-USB-Stecker zum Einsatz, der sich auch mit anderen Logitech-Geräten verstehen soll. Seine minimale Bauform erlaubt es, auch in Notebooks permanent eingesteckt zu sein, ohne dass man Angst haben muss, den Stecker abzubrechen. Meine Tastatur hier hat übrigens einen integrierten USB-Hub, der Einfachheit halber habe ich den Empfänger daher direkt dort eingesteckt.

Eine Besonderheit hat sich Logitech bei dem Mausrad einfallen lassen: Entgegen der früheren Modelle rastet es nicht mehr ein, sondern lässt sich fortlaufend bewegen, wobei noch ganz feine Rasten zu spüren sind. Der Clou dabei ist, dass das Rad aus Metall gefertigt ist und sich wie ein Schwungrad mit dem Finger anschubsen lässt, so dass es alleine weiter läuft. Und ja: es macht dabei sogar die gleichen Geräusche, wie die kleinen Schwungrad-Autos, die wir früher über den Teppich haben flitzen lassen.

Praxis

Was soll dieses Schwungrad? Ich war zunächst auch skeptisch. Doch nach kurzer Eingewöhnungsphase erschloss sich mir der Sinn recht schnell: Kinetic Scrolling! Klingt komisch, funktioniert aber wirklich. Denn wie benutzt man ein Mausrad? Entweder verschiebt man den Bildinhalt nur um wenige Zeilen, oder man eiert sich den Wolf, um an das Ende oder den Anfang des Dokuments zu gelangen. Genau hier greift das Schwungrad: Mit einem beherzten Schubs rollt es von alleine, bis der Anfang bzw. das Ende der Liste erreicht ist. Dabei lässt es sich so gut dosieren, dass man schnell den Dreh raus hat, wie stark man es anschieben muss. Allerdings braucht man Bürokollegen mit starken Nerven – oder kleinen Kindern, damit sie diese Geräuschkulisse gewohnt sind.

Ansonsten lässt sich über die Maus nicht besonders viel sagen. Warum? Sie ist perfekt. Sie hat mit den eingelegten Batterien nach meinem Geschmack genau das richtige Gewicht und genau die richtige Größe, um mit ihr präzise über den Desktop navigieren zu können. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich zu der Sorte Mausnavigatoren gehöre, die nicht die ganze Hand auf der Maus parken, sondern sie nur mit Daumen und kleinem Finger über das Mauspad dirigiere.

Die Maustasten sind genau so austariert, dass man seinen Finger darauf ablegen kann, ohne sie versehentlich zu betätigen. Ein fühl- und hörbarer Klick quittiert jeden Tastendruck. Die Funktionen der einzelnen Tasten, sowie der Mehrwegesteuerung des Mausrads lassen sich über die Setpoint- Software einstellen – inklusive Tastaturmakros. Einzig der Druck auf das Mausrad gestaltet sich bei diesem Modell etwas schwierig, da das Rad sich dabei unweigerlich leicht bewegt. Gut möglich dass man das, was man gerade auf dem Desktop dann anvisiert hat, ungewollt verschoben hat. Aber das war bei den bisherigen Mausrad-Mäusen auch häufig so.

Ich kann mich noch an die aller erste Funkmaus von Logitech erinnern: Die Batterielebensdauer lag bei wenigen Wochen. Diese Zeiten sind schon lange vorbei. Die Batterien in der M525 halten gefühlt ewig. Zumindest so lange, dass man sich nicht wirklich daran erinnern kann, wann man sie zuletzt gewechselt hat. Bei täglicher Nutzung heißt das, dass man ein bis zweimal im Jahr einen neuen Satz Batterien investieren muss.

Fazit

Logitech ist mit der M525 eine gelungene Evolution der bisherigen Reihe gelungen. Das Schwungrad ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, aber man lernt es sehr schnell zu schätzen. Mein einziger Kritikpunkt betrifft das Gehäuse: Zum einen ist die Oberseite in der fingerabdruck-anziehenden Klavierlackoptik gehalten. Auch wenn man noch so reinlich sein mag, irgendwie wirkt die Maus immer ein wenig schmierig. Zum anderen gibt es an den Übergängen zu den farblichen Applikationen an der Seite einen spürbaren Rand. Wer die Maus wie ich seitlich mit den Fingern hält, könnte das als etwas störend empfinden. Dafür sind die Flanken wie schon bei den Vorgängermodellen in griffigen Gummi gehalten.

Logitech M525

 

2 Trackbacks & Pingbacks

  1. Logitech M555b – ideale Laser-Maus mit Bluetooth fürs Notebook | Der Technonaut
  2. Logitech M560 – Schnurlose Maus mit schnellem Scrollrad | Der Technonaut

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Wenn Sie fortfahren, die Web-Site zu nutzen, stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu. Weitere Informationen

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter.

Zurück