Logitech diNovo Mini

Computer im Wohnzimmer sind ja mittlerweile nichts besonderes mehr. Bei mir werkelt seit einiger Zeit ein kleiner PC mit der Mediacenter-Suite XBMC und dient als Archiv- und Abspielstation für Filme und Musik. Wunderbar.

Zwar lässt sich der PC auch über eine Fernbedienung steuern, doch ab und zu benötigt man dann doch mal eine echte Tastatur. Youtube-Videos per Bildschirmtastatur oder SMS-Nummerntastengeklicke zu suchen, ist dann doch sehr, sehr mühsam. Also muss eine wohnzimmertaugliche Tastatur her, die möglichst schnurlos arbeitet, nicht sehr groß ist und immer griffbereit ist.

Logitech bietet dafür dankenswerterweise die diNovo Mini an: Eine kleine Bluetooth-Tastatur mit Touchpad für die Mausbedienung.

Ausstattung

Die diNovo Mini kommt komplett mit USB-Bluetooth-Empfänger und Ladegerät. Ersterer ist ein einfacher Stecker, der unsichtbar hinter dem PC verschwindet, was man von zweiterem leider nicht behaupten kann. Bei solch einer schicken Tastatur hättte man sich eigentlich eine Ladestation wünschen können, in die man das Gerät bei Nichtgebrauch parken kann. Leider Fehlanzeige: Geladen wird mit einer lieblosen Strippe, die man auf der Rückseite reinfummeln muss.

Die Tastatur selbst ist aus Vollplastik, hat aber ein durchaus wertiges Finish. Dazu trägt vor allem die Abdeckung bei, mit der man die Tastatur staubdicht verschließt. Mit dem Aufklappen schaltet sich die Tastatur ein und verbindet sich ohne merkliche Verzögerung mit dem Empfänger. Gleichzeitig schaltet sich die Tastaturbeleuchtung ein, was einen durchaus schicken Effekt erzeugt.

Der kompakten Größe geschuldet gibt es natürlich keine vollwertige Tastatur. Da die Designer auch die deutschen Umlaute irgendwie unterbringen mussten, kommt es auch zu einigen eher seltsamen Doppelbelegungen. So ist die Tab-Taste direkt erreichbar, Escape hingegen nur auf der zweiten Ebene per Fn-Steuertaste.

Bedienung

Die Tastatur hat einen angenehmen Druckpunkt, wenngleich sie sich nicht zum Tippen langer Texte eignet. Man hält sie eher in beiden Händen und tippt mit den Daumen. Das funktioniert soweit auch gut.

Es gibt zwei Bedienmodi: Tastatur und Mausfunktion. Das runde Bedienfeld rechts oben ist ein berührungssensitives Touchpad, das dann wahlweise als Cursortastenfeld mit echtem Druckpunkt oder als Touchpad für die Mausbedienung dient. Zwischen den beiden Modi wechselt man über einen kleinen Schiebeschalter, die dann zur Verfügung stetenden Tastenfunktionen werden durch eine farblich grün bzw. orange wechselnde Beleuchtung angezeigt. Aus jedem Modus lassen sich jedoch auch die Funktionen des andern verwenden — durch Drücken der Fn-Taste. Wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, dann geht das recht flott von der Hand. Denn meistens bedient man die Oberfläche entweder über die Cursor-Tasten oder per Maus.

Fazit

Die diNovo Mini ist die ideale Tastatur für Multimedia-Geräte im Wohnzimmer. Zum Schreiben längerer Texte ist sie meiner Meinung nach weniger gut geeignet. Für die Steuerung von Wiedergabefunktionen gibt es eine eigene Tastenreihe, was die Ausrichtung dieses Modells nochmals unterstreicht.

Die Tastatur ist kompakt, der Deckel zum Verschließen (und Ein- und Ausschalten) pfiffig, die Beleuchtung ungemein sinnvoll. Allerdings schaltet die sich für meinen Geschmack etwas zu schnell ab, und es gibt keine „ungefährliche“ Methode, sie wieder einzuschalten. Klar, wenn man eine Taste drückt, geht das Licht wieder an. Aber dann hat man unter Umständen irgendwas ausgelöst, was man nicht wollte.

Logitech diNovo Mini

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