Logitech C920

HD-Webcam mit H.264-Kompression

Die Videokonferenzen sind seit der Verbreitung von Skype in aller Munde – sprichwörtlich. Dank Breitbandverbindung, leistungsfähigen Rechnern und entsprechender Software ist dies mittlerweile auch in HD möglich. Fehlt nur noch die richtige Kamera: Ich habe mich für die Logitech C920 entschieden.

Technik

Die Logitech C920 wird wie jede andere, klassische Webcam per USB an den Computer angeschlossen. Ein fast 2m langes Kabel sorgt hier für den notwendigen Spielraum. Die Kamera hat die volle HD-Auflösung, d.h. 1920 × 1080 Bildpunkte, mit einem Autofokus-Objektiv von Carl Zeiss. Im Kameragehäuse sind zwei Mikrofone integriert, die einen optimalen Ton garantieren sollen, auch wenn die Person nicht direkt vor dem Computer sitzt.

Eine Besonderheit dieser Kamera ist, dass das Video direkt von der Kamera selbst im H.264-Videostandard komprimiert wird. Damit wird der Prozessor des Computers spürbar entlastet, der ansonsten für hochauflösende Übertragung schnell ins Schwitzen kommt. Umgekehrt bedeutet das auch, dass auf weniger leistungsfähigen Rechnern HD-Videochat möglich ist. Allerdings muss die verwendete Software H.264 unterstützen. Bei Skype ist dies in den neueren Versionen problemlos möglich, allerdings ist davon zu lesen, dass zum Beispiel die Versionen für Mac nicht immer reibungslos funktionieren.

Die Kamera ist mit einem pfiffigen Fuß ausgestattet, der es entweder erlaubt, die Kamera auf einen Tisch zu stellen, oben an einen Monitor zu klemmen oder auf ein Stativ zu schrauben – ein Standardstativgewinde aus Kunststoff findet sich an der Unterseite.

Die Vorderfront der Kamera ist mit einer Schutzscheibe versehen, an den Kanten hat Logitech zwei bogenförmige LED-Linien eingelassen, die im Betrieb sanft blau leuchten. Die Kamera macht ansonsten einen soliden Eindruck, sie ist vergleichsweise schwer, was einem stabilen Stand zugute kommt.

Praxis

Bei der Installation gab es keinerlei Probleme. Die Kamera wird zuverlässig erkannt, die Mikrofone als neues Audio-Device im System registriert. Auch Skype erkennt die Kamera sofort, man kann praktisch ohne viele Einstellungen vornehmen zu müssen loslegen.

Die Bildqualität ist hervorragend, steht und fällt jedoch mit der Übertragungsgeschwindigkeit im Netz. Wenn hierzu wenig Bandbreite vorhanden ist, dann schaltet Skype ein, zwei Gänge zurück. Dafür kann die Kamera dann aber nichts.

Die Tonqualität ist ebenfalls gut, jedenfalls solange es keine zusätzlichen Störgeräusche gibt. In einem stillen Raum löst das Mikrofon problemlos ein Gespräch in Zimmerlautstärke aus der gegenüberliegenden Zimmerecke auf. Allerdings sollte man hier aufpassen, dass die automatische Mikrofonaussteuerung von Skype einem nicht einen Strich durch die Rechnung macht. Die regelt bei lauten Geräuschen viel zu schnell runter, so dass die leisen Töne nicht mehr zu verstehen sind. Am besten, man schaltet die automatische Regelung aus. Aber auch das ist mehr ein Problem von Skype, weniger von der Kamera selbst.

Fazit

Der Preis der Logitech C920 ist durchaus stolz, jedoch erhält man hierfür eine qualitativ hochwertige Kamera, die auch bei Computern mit mittelmäßiger Leistung hochauflösende Videokonferenzen ermöglicht. Es ist wirklich beeindruckend, wie ein Videotelefonat per Skype allein dadurch gewinnt, dass man seinen Gegenüber gestochen scharf und hochauflösend zu Gesicht bekommt. Der Werbespruch „So nah, als wär man da“, den ein Mobilfunkanbieter vor 15 Jahren einmal in die Welt gesetzt hat, trifft für hochauflösende Videogespräche genauso zu. Insofern: ein ideales Weihnachtsgeschenk für sich selbst, damit die Eltern und Großeltern ihre Enkel und Kinder beim nächsten Videochat in voller Pracht sehen können.

Logitech C920 USB HD-Webcamera

 

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