Kendau HFM-10

Herzfrequenz-Brustgurt mit Bluetooth LE 4.0

Viele Fitness- und Trainings-Apps fürs Smartphone lassen sich mit einem Herzfrequenzmesser koppeln, die sich die Hersteller der Apps in der Regel auch gut bezahlen lassen. Dank standardisiertem Bluetooth 4.0 gibt es jedoch auch preiswerte Alternativen, die nicht minder gut funktionieren.

Nach der Vermessung der Welt ist die Vermessung des eigenen Körpers ja der allerletzte Schrei. Was wie wiedermal eine dieser Modeerscheinungen aussieht, kann aber durchaus einen echten Nutzen erfüllen. Denn gerade wer ungeübt mit ein klein wenig Jogging oder vergleichbarem seine Fitness verbessern will, macht am Anfang gerne den Fehler, sich zu überanstrengen. Ein Pulsmesser ist daher eine der wichtigsten Utensilien, um die richtige Intensität zu finden. Apps wie miCoach geben zudem noch Anweisungen, wie man richtig trainiert – ungemein praktisch, wie ich finde.

Technik

Bluetooth ist ja das Mittel der Wahl, wenn man externes Zubehör drahtlos mit dem Smartphone verbinden möchte. Allerdings war es lange Zeit als Stromfresser verschrien. Seit der Einführung der vierten Version des Bluetooth-Protokolls gibt es so genannte Low-Energy-Profile – ab und zu findet man auch die Bezeichnung Bluetooth Smart und dergleichen. Gemeint ist damit letztlich, dass die Geräte die Funk-Kommunikation auf das Nötigste beschränken und somit auf beiden Seiten Energie sparen. Damit ist es möglich, Sensoren zu bauen, deren Knopfbatterie sie über mehrere Monate mit Strom versorgen können.

Der Kendau HFM-10 ist genau so ein Sensor, der zur Messung der Herztätigkeit eingesetzt wird und dies über das stromsparende Bluetooth LE ans Smartphone weiter leitet. Wie bei allen Bluetooth-Geräten ist dazu auch hier eine erstmalige Koppelung nötig. Der Sensor schaltet sich automatisch ein, sobald er Herzströme empfängt. Das bedeutet, dass man ihn zur Koppelung direkt anlegen muss – oder alternativ zwei nasse Finger auf seine Kontakte legt.

Getragen wird der Herzfrequenzmesser wie jeder andere, den man von den herkömmlichen Pulsuhren kennt. Dem Gerät liegt ein Gurt bei, den man unterhalb der Brust trägt. Auf der Innenseite hat der Gurt zwei Kontakte, die man idealerweise vor dem Anlegen anfeuchtet, um die Leitfähigkeit zur Haut herzustellen. Während des Trainings erledigt das der Schweiß von alleine.

Der Sensor wird mittig mittels zwei Druckknöpfen auf den Gurt geklickt. Der Abstand und die Größe dieser Druckknöpfe sind genormt, so dass der Sensor auch mit anderen Gurten verwendet werden kann. Für Frauen gibt es sogar spezielle Sport-BHs die den Brustgurt ersetzen und nur mit dem Sensor bestückt werden müssen.

Die Stromversorgung übernimmt eine Lithium-Knopfzelle CR2032, die für solche Zwecke gerne eingesetzt wird und daher leicht erhältlich ist.

Praxis

Der Sensor wird gebrauchsfertig geliefert. Die Batterie ist direkt eingesetzt, man braucht praktisch nur den Gurt umzuschnallen, den Sensor einklicken, fertig. Die Koppelung mit dem Smartphone funktioniert auch auf Anhieb, die App miCoach hat den Sensor sofort erkannt und beglückt mich mit einer zuverlässig wirkenden Puls-Anzeige.

Der mitgelieferte Gurt lässt sich in der Länge verstellen und deckt etwa 70cm bis 1m Umfang ab. Allerdings wirkt der Gurt insgesamt nicht ganz so hochwertig, wenn ich z.B. meinen alten Brustgurt von Polar dagegen halte. Während beim Polar die Kontaktflächen auch aus Stoff gefertigt sind, hat der Kendau-Gurt hier zwei breite Gummi-Streifen. Zudem ist der Polar-Gurt deutlich leichter und weicher, was sich beim Tragen allerdings nicht sonderlich bemerkbar macht.

Fazit

Der Bluetooth Herzfrequenzmesser HFM-10 von Kendau erfüllt seinen Zweck voll und ganz und ist aufgrund seines attraktiven Preises eine sehr gute Alternative zu den teuren Zubehör-Produkten von Adidas & Co. Lediglich der nicht ganz so hochwertig wirkende Brustgurt könnte man als Minuspunkt aufführen. Über die Batterielebensdauer kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch keinerlei Aussagen treffen.

Produktlink: Kendau HFM-10 Herzfrequenz-Brustgurt mit Bluetooth 4.0

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