Kärcher WV 50 plus

Handlicher Akku-Fensterputzer

Also ich weiß ja nicht, wie es euch geht. Aber eine der Tätigkeiten im Haushalt, die ich am wenigsten mag, ist das leidige Fensterputzen. Wenn ich mich da so daran erinnere, wie meine Mutter unter Zuhilfenahme vieler Lappen und Mittelchen stundenlang gewienert und gerubbelt hat – ohjeh, ohne mich. Eleganter bekommen es da die professionellen Fensterputzer hin mit ihren breiten Abziehern. Aber wenn ich das selbst versuche, endet das in einer heillosen Sauerei. Doch offensichtlich arbeiten in der Entwicklungsbabteilung bei Kärcher auch einige Männer, die sich genau dieses Problems angenommen und den Fenstersauger WV50 konstruiert haben.

Technik

Das Fensterputzgerät WV50 von Kärcher besteht aus zwei Teilen: Mit einem Wischbalken, in dessen Griffteil sich eine Sprühflasche einklinken lässt, schäumt man zunächst die Scheibe ein. Der Wischer selbst besteht aus einem plüschigen, mikrofaserartigen Stoff.

Schritt zwei erfolgt dann mit dem eigentlichen Gerät: dem Fenstersauger. Ein Apparat in Größe und Handlichkeit eines Handstaubsaugers, der an der Spitze jedoch eine breite Gummilippe zum Abziehen von Glasscheiben hat. Über und unter dieser Gummilippe befinden sich die Saugdüsen, über die das Wasser, der Reiniger und der Schmutz, die von der Scheibe abgezogen werden, direkt weggesaugt werden und in einem kleinen Tank am Gerät wandert.

Betrieben wird der WV50 mit einem fest verbauten und leichten LiIo-Akku, ein spezielles Ladegerät mit Ladeautomatik wird mitgeliefert.

Praxis

Die Technik, zum Fensterputzen einen Abzieher zu verwenden, ist nicht neu. Problematisch für die meisten Laien ist jedoch das Auffangen des Schmutzwassers. Während Profis hier mit gekonnten und flinken Handbewegungen die Brühe immer wieder mit dem Abzieher auffangen, läuft Ungeübten der Mist normalerweise schnurstracks über den Fensterrahmen auf die Fensterbank, um seinen Weg zum Teppich oder Sofa zu finden.

Genau hier greift der Sauger ein, der souverän das gesamte Schmutzwasser auffängt und sammelt. Und das funktioniert erstaunlich gut. Der Fenstersauger ist dabei handlich genug, um ohne Mühe auch große Scheiben sauber zu bekommen.

Bei der Größe ist man allerdings einen Kompromiss eingegangen: Die Gummilippe ist nur 28cm breit, also deutlich schmaler als die meisten handelsüblichen Abzieher. Allerdings ermöglicht diese Größe es auch, schmale Fenster ohne Mühe zu putzen. Wer nicht gerade eine mehrere Quadratmeter große Schaufensterscheibe am Stück putzen möchte, sollte mit der Größe keine Probleme haben.

Abgesaugt wird in geraden Bahnen von oben nach unten. Auf den letzten Zentimetern kann dabei das Gerät selber ein wenig im Weg sein, wenn sich die Fenster nicht öffnen lassen. Aber mit ein bisschen Geschick bekommt man das hin.

An den Kanten der einzelnen Bahnen, die man von oben nach unten zieht, kann es zu Streifen kommen – je nach dem, wie großzügig man die Scheibe zuvor mit dem Reiniger eingesprüht hat. Hier leistet ein Mikrofaser-Fensterputztuch wirklich gute Dienste: Einfach eine Bahn absaugen und direkt danach mit dem Tuch noch einmal an der „Kante“ entlang – perfekt. Auch sollte man oben und unten am Fensterrahmen direkt einmal wegwischen. Aber das kommt mit der Übung.

Der Wischbalken zum Einschäumen der Scheiben wirkt ein wenig klapprig, aber er erfüllt seinen Zweck. Hartnäckigen Schmutz bekommt man damit jedoch nicht weg, da man keinen echten Druck damit ausüben kann. Hier gegebenenfalls mit einem Tuch etwas rubbeln oder den Reiniger länger einwirken lassen.

Apropos Reiniger: Kärcher möchte gerne seinen eigenen Reiniger verkaufen und empfieht ihn ausdrücklich zur Verwendung mit dem WV50. Ignorant wie ich bin, habe ich erstmal konventionellen Scheibenreiniger genommen und schnell festgestellt, warum Kärcher so auf sein eigenes Mittelchen besteht: Schaum.

Der WV50 ist im Grunde nichts anderes als ein „Staubsauger“, der durch einen Luftstrom alles wegsaugt, was ihm vor die Düse kommt. Damit das Schmutzwasser im Auffangbehälter landet, befindet sich im Gerät ein Abscheider, der das (schwerere) Wasser von der angesaugten Luft trennt. Verwendet man jedoch ein leicht schäumenden Reiniger, so funktioniert das Abscheiden nicht mehr. Es dauert nicht lange, bis der Schaum aus den Lüftungsritzen quillt – nix gut.

Also: Wer einen eigenen Reiniger verwenden möchte, sollte unbedingt darauf achten, dass er nur wenig schäumt.

Nach der Benutzung lässt sich der WV50 mit wenigen Handgriffen in seine groben Einzelteile zerlegen. Kopf, Gummilippe, Tank lassen sich problemlos unterm Wasserhahn abspülen – fertig.

Fazit

Wieder einmal muss ich sagen: Ich bin begeistert. Fensterputzen verschiebe ich normalerweise auf den Tag vor dem Auszug aus der Wohnung – oder wenn die neue Freundin zum ersten Mal zu Besuch kommt. Mit dem kleinen Kärcher wird aber nicht nur der Spieltrieb geweckt (Kärcher, yesss!), sondern es geht wirklich verdammt schnell – eine normale Fensterscheibe ist in zwei, drei Minuten sauber. Ich benutze ihn mittlerweile sogar, um meine Glas-Duschkabine tropfenfrei sauber zu bekommen (wenn Besuch kommt).

Kärcher Fenstersauger WV 50 plus

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