Jabra Solemate

handlicher Bluetooth-Lautsprecher mit Bass

In den vergangenen ein, zwei Jahren haben die Hersteller endlich begriffen, dass die Kunden keine Musik aus quäkigen Mini-Lautsprecherchen hören, aber dennoch gerne mal ihr Smartphone oder den iPod unterwegs ohne Kopfhörer benutzen wollen. Ich schlage mich mit diesem Problem schon seit zig Jahren herum und habe schon viel herumprobiert. Durch ein Angebot bin ich auf den Jabra Solemate gestoßen, der in die Riege der aktuellen Bluetooth-Lautsprecherboxen passt.

Technik & Design

Der Jabra Solemate ist in etwa so groß wie ein Brikett und bringt auch ähnlich viel auf die Waage. Schuld daran ist zum einen der Akku, der rund 8 Stunden Spielzeit ermöglichen soll, zum anderen auch der Basslautsprecher, der dem Gerät etwas mehr als nur ein gequältes Scheppern entlocken soll.

Jabra hat in den Solemate drei Lautsprecher integriert: einen Tieftöner in der Mitte und zwei Hochtöner links und rechts, um zumindest ein klein wenig Stereo-Gefühl zu vermitteln. Der Akku ist fest integriert und lässt sich nicht austauschen. Geladen wird das Gerät erfreulicherweise über den quasi genormten Mini-USB-Anschluss. Über den USB-Anschluss lassen sich übrigens auch Firmware-Updates einspielen.

An der Seite befindet sich ein mechanischer Schalter zum Ein- und Ausschalten, sowie zum Initiieren der Koppelung. Beim Ein- und Ausschalten kommt ein zugegebenermaßen ein klein wenig dick auftragendes Geräusch aus dem Lautsprecher, das an das Hoch- und Herunterfahren einer schweren Maschine erinnert. Durch den Kopplungsvorgang wird der Benutzer per englischer Sprachausgabe geleitet. Ist das erledigt, quittiert das Gerät jedesmal mit einem kräftigen „Solemate is connected“, dass es seinen Bluetooth-Partner gefunden hat. Eine kleine, mehrfarbige LED an der Seite unterstützt dies zusätzlich, wenn auch deutlich dezenter.

Auf der Oberseite gibt es drei Knöpfe. Zwei davon steuern die Lautstärker, der mittlere gibt im Normalzustand akustisch Auskunft über den Ladezustand des Akkus. Er dient des weiteren auch zur Rufannahme und Sprachwahl, denn der Jabra Solemate kann auch als Freisprechanlage fürs Handy benutzt werden.

Alternativ zur Bluetooth-Verbindung lässt sich der Solemate auch per Kabel an eine Audioquelle anschließen. Pfiffig: Ein entsprechendes Kabel mit 3,5mm-Klinkensteckern ist direkt im Fuß des Geräts versteckt und somit immer griffbereit.

Der Jabra Solemate wird mit einer Schutzhülle geliefert, die einerseits zur Aufbewahrung und Transport, andererseits auch als Regenschutz dienen soll. Das Säckchen ist aus einem vliesartigen Gewebe, da zwar wasserdicht, aber schalldurchlässig sein soll.

Die Unterseite besteht aus einem Fuß aus gezacktem Hartschaumgummi und erinnert ein wenig an einen Turnschuh. Die Verbindung zum Namen Solemate liegt auf der Hand. Der Gummifuß soll nicht nur einen sicheren Stand und eine Rechtfertigung für die Produktbezeichnung liefern, er dient gleichzeitig auch zur Übertragung der Tieftöne auf den Unterboden, ohne dabei Vibrationsgeräusche zu erzeugen. Die Nutzung des Untergrunds – eine Tischplatte oder dergleichen – als Resonanzkörper beeinflusst die Tonqualität merklich.

Praxis

Ich war ja schon von der Logitech Mini Boombox beeindruckt, der Jabra Solemate legt hier nochmal eine Schippe drauf, sowohl in der Gesamtlautstärke, als auch im Klang. Während die kleine Logitech-Box für mittelgroße Räume als Hintergrundberieselung taugt, schafft der Solemate hier durchaus schon Partystimmung. Allerdings kommt es sehr darauf an, wo man den Lautsprecher platziert. Stellt man ihn z.B. in eine Zimmerecke, dann wirkt dies wie ein Trichter und verstärkt den Klang nochmals.

Der Solemate schafft von der Größe her den Kompromiss zwischen Handlichkeit und Klangeigenschaften. Er ist nicht zu groß und schwer, um mit ins Reisegepäck zu wandern, und schafft durch seine Ausdauer problemlos, einen Tag Musik abzuspielen.

Die Handhabung ist sehr leicht, die Koppelung absolut zuverlässig. Während es bei anderen Bluetooth-Geräten ab und zu mal zu Problemen kommt, hat mich der Solemate bisher noch kein einziges Mal in Stich gelassen. Einzig die etwas penetranten Ansagen hätten sie sich sparen können. Die neueren Modelle sind zudem mit NFC ausgestattet, wodurch die Koppelung mit entsprechenden Smartphones noch leichter von statten geht.

Fazit

Das erste Modell in dieser Größenordnung war die Jawbox, der Solemate ist hier ein klassisches Nachahmerprodukt – in guter Qualität und zu einem attraktiven Preis. Seine gummierte Oberfläche, der robuste Standfuß prädestiniert den Solemate dazu, dass man ihn mitnimmt und keine Angst haben muss, dass irgend etwas verkratzt oder kaputt geht. Wer einen Lautsprecher sucht, um ihn sich zu Hause ins Regal zu stellen, der ist hier falsch. Da gibt es edlere und auch ein Quäntchen bessere. Ich brauche das nicht, denn zu Hause habe ich eine Stereoanlage. Ich möchte einen tragbaren Lautsprecher für unterwegs haben und da ist der Solemate ideal.

Und für modebewusste gibt es ihn neben schwarz mittlerweile auch in den Farben weiß, blau, rot, gelb und grau.

Produktlink: Jabra Solemate

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