Harmony Ultimate

Noch mehr Fernbedienung

Die Logitech Harmony Touch hatte ich bereits vorgestellt, kaum ein dreiviertel Jahr später gibt es bereits einen Nachfolger bzw. eine verbesserte und von den Funktionen umfangreichere Version des ursprünglichen Modells. Und ich muss sagen, es hat sich gelohnt!

Denn die Harmony Ultimate kommt zusammen mit dem Harmony Hub, einem zentralen Infrarot-Sender, den die Fernbedienung per Funk anspricht und über ihn zuverlässig alle Steuerbefehle aussendet. Vorbei also mit dem lästigen Warten und Zielen mit der Fernbedienung in der Hand, bis alle Signale beim Ein- und Ausschalten einer Aktivität auch wirklich abgesetzt sind. Genial!

Technik

Äußerlich unterscheidet sich die Harmony Ultimate kaum von der Harmony Touch. Das Gehäuse liegt jetzt etwas besser in der Hand, da die Rückseite etwas ergonomischer geformt ist. In Hinblick auf die geplante Ausgliederung der Fernbedienungs-Sparte ist auch der Logitech-Schriftzug verschwunden.

Die Verbesserungen der Harmony Ultimate liegen im Detail. So ist nun ein Lagesensor integriert, der die Fernbedienung einschaltet, sobald man sie in die Hand nimmt. Das ist praktisch, denn so muss man nicht erst eine Taste drücken oder den Touchscreen berühren, um die Beleuchtung einzuschalten. Auch gibt die Fernbedienung jetzt durch eine leichte Vibration eine spürbare Rückmeldung, wenn man auf dem Touchscreen eine Funktion ausgelöst hat.

Die Gestaltung der Menüs hat sich auch leicht verändert. So sind die „Aktivitäten“ jetzt nicht mehr nebeneinander angeordnet, sondern in einer Liste untereinander, so dass man schneller von einer zur anderen Aktivität springen kann. Damit hat sich auch eine grundlegende Bedienung geändert, denn jetzt lässt sich durch horizontales Wischen zwischen den Favoriten, Aktivitäten, dem Nummernpad und den jeweils verfügbaren Funktionen umschalten. Neu ist eine Art Kontextmenü, über dass man jetzt direkt die Einstellungen erreichen, den aktuellen Bildschirm bearbeiten oder in die Hilfsfunktionen gelangt, um „verlorene“ Signale zum Ein- und Ausschalten zu wiederholen.

Die elementarste Änderung ist jedoch der so genannte Harmony Hub, ein kleines Kästchen, das man sich aufs Regal oder ins Hifi-Rack stellt. Der Hub ist per WLAN mit dem Internet verbunden und kommuniziert mit der Fernbedienung per Bluetooth. Somit ist es möglich, die Harmony Ultimate am PC zu konfigurieren, ohne sie per USB anschließen zu müssen. Der Abgleich erfolgt per Menüaufruf in der Fernbedienung selbst über den Hub. Lediglich zur Ersteinrichtung und zum Anlernen von Infrarotsignalen ist noch eine USB-Verbindung notwendig.

Doch der Hub kann noch mehr: In ihm sind eine Reihe leistungsstarker Infrarot-Dioden integriert, zudem lassen sich noch zwei zusätzliche Infrarot-Sender per Kabel anschließen. Somit lassen sich auch Geräte bedienen, zu denen die Fernbedienung selbst keinen direkten Sichtkontakt hat. In der Konfiguration wählt man dazu aus, ob die Aussendung über die Fernbedienung selbst oder über den Hub bzw. einem seiner Sender erfolgen soll.

Nachteil der Sache ist jedoch, dass die Fernbedienung ohne den Hub nicht mehr funktioniert. Ist er ausgeschaltet oder außer Reichweite, verweigert sie den Dienst auch dann, wenn man in der Konfiguration die Aussendung über die Fernbedienung selbst eingestellt hat.

Und als letzte Spielerei gibt es noch eine kostenlose App für iPhone und Android, die praktisch die gesamte Fernbedienung aufs Smartphone oder Tablet bringt. Die Steuerung erfolgt dann per WLAN über den Hub.

Mit der Harmony Ultimate lässt sich das jüngst vorgestellte Lichtsteuerungssystem Philips Hue bedienen, das ebenfalls ins WLAN eingebunden wird und Lampen per Zigbee-Funksteuerung ein- und ausschalten kann.

Praxis

Der Harmony Hub ist eigentlich der Grund, warum man sich für die Harmony Ultimate entscheidet. Denn gerade beim Aussenden von längeren Fernbedienungssequenzen z.B. beim Wechsel von Aktivitäten ist es immer das Problem, dass man die Fernbedienung währenddessen in der Hand halten und sicherstellen muss, dass sie Sichtkontakt zu allen betroffenen Geräten hat. Bei mir ist da schon der Couchtisch ein Hindernis, da sich ein, zwei Geräte leicht unterhalb der Sichtkante befinden.

Den Hub und seine externen IR-Sender habe ich nun so aufgestellt, dass sie jedes meiner Geräte erreichen können. Somit ist es egal, wie und wo ich die Fernbedienung hinhalte, die Signale kommen immer an.

Die weiteren Neuerungen, wie die Umgestaltung der Benutzeroberfläche, empfinde ich auch als hilfreich. Das automatische Aktivieren, sobald man die Fernbedienung in die Hand nimmt, hatte ich bei der Touch schmerzlich vermisst.

Die Smartphone-App ist mehr eine Spielerei. Sie bietet keinen echten Mehrwert, denn wenn man schon eine Fernbedienung hat, die gut in der Hand liegt und die wichtigsten Funktionen per Hardware-Tasten zur Verfügung stellt, wozu dann eine reine Touchscreen-Bedienung? Immerhin hat sie den Vorteil, dass man innerhalb der gesamten WLAN-Reichweite über den Hub die Geräte ansteuern kann.

Fazit

Logitech hat eine fest perfekte Fernbedienung nun perfektioniert. Die Konfiguration lässt kaum Wünsche offen, der externe Sender ist die optimale Lösung, um auch komplexe Steuersequenzen sicher zu übertragen. Das einzige Manko in meinen Augen ist eher kosmetischer Natur: Da die Fernbedienung ein ergonomisch geformtes Gehäuse hat, kann man sie nicht flach auf den Tisch legen. Doch das Gerät ist für die Hand gemacht und liegt auch gut darin.

Produktlink: Logitech Harmony Ultimate

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