Flymount

universelles Klemmstativ für Action- und Fotokameras

Ich habe mir ja vor kurzem eine Actionkamera gegönnt, um meine spektakulären (in der Realität dann doch eher langweiligen) Wasser-, Winter- und Radsportaktivitäten für mich und die Nachwelt festzuhalten. Während beim Skifahren die Kamera am Helm befestigt wird, sind für die übrigen Aktivitäten andere Montagearbeiten notwendig. Genau hier kommt das Flymount zum Einsatz: eine universelle Schraubhalterung.

Technik

Das Flymount kommt unscheinbar daher, hat es aber in sich. Der Klemmmechanismus besteht aus einem Drehknauf, mit dem sich eine Rohrklemme auf- und zuschrauben lässt. Die Klemme ist so gestaltet, dass man sie an Rohren mit einem Durchmesser von 2,5-4,5 cm anbringen kann. Das reicht aus für die meisten Fahrradrahmen, sowie Masten und Gabelbäumen von Surfbrettern. Die Innenseite der Klemme ist mit Gummi beschichtet, so dass ein Verrutschen minimiert wird.

An der Klemme schließlich sitzt auf einem feststellbaren Kugelkopfgelenk eine austauschbare Halterung für die Kamera. Ich habe die Version genommen, die über eine Schiene mit Standardstativgewindeschraube verfügt – also das universelle Modell, das beliebige Fotoapparate oder Kameras aufnehmen kann.

Die Schiene verfügt über mehrere längliche Schlitze, so dass sich die Stativschraube an mehreren Positionen einsetzen lässt. Außerdem sind dem Set mehrere Klettriemen beigelegt, mit denen sich die Kamera zusätzlich fixieren lässt, um sie auch vor einem Verdrehen zu schützen.

Gerade die Sicherung der Kamera scheint den Herstellern ein besonderes Anliegen gewesen zu sein. Denn neben den Klettriemen, mit der sich die Kamera doppelt sichern lässt, ist noch eine etwa 1 m lange Schnur beigelegt, die durch verschiedene Ösen des Flymount geführt wird und schließlich am Mast bzw. Rohr fest vertäut wird.

Alle Schrauben, Scharniere und Muttern sind aus Edelstahl gefertigt. Der Flymount lässt sich komplett zerlegen, es ist nichts geklebt oder vernietet. Das Gesamtsystem wird vom Hersteller ausdrücklich als salzwassertauglich beworben.

Praxis

Man sollte sich vor dem Einsatz unbedingt mit der Befestigung der Kamera auf der Stativschiene vertraut machen. Die Anleitung gibt dazu verschiedene Möglichkeiten vor, die man ausprobieren sollte. Bei meiner Drift HD habe ich dafür nur auf einen zusätzlichen Klettriemen zurückgreifen müssen. Größere Kameras können noch mit einem Halterahmen stabilisiert werden. Wichtig ist vor allem, die Kamera vor verdrehen zu schützen. Denn die Stativschraube lässt sich naturgemäß nicht besonders fest anziehen, ohne eine Beschädigung des Kameragewindes zu riskieren.

Besonders pfiffig fand ich die beigelegte Leine, die unter anderem durch die Stativschraube und das Scharnier der Klemme geführt wird, um das Gesamtkonstrukt sicher zu befestigen. Ich habe die Leine außerdem noch verwendet, um die Kamera festzubinden. Aber das mag jedem selbst überlassen sein. Die Klemme selbst lässt sich fest genug anziehen, um ein Verrutschen zu vermeiden – selbst auf dem weich gummierten Gabelbaum. Hier hat sich übrigens der Vorteil der Drift HD nochmals gezeigt: Durch das verdrehbare Objektiv ist der Montageposition keinerlei Grenze gesetzt. Der Kugelkopf des Flymount lässt hier noch einen gewissen Spielraum zusätzlich zu.

Fazit

Ohne den Flymount kann ich mir kaum vorstellen, wie man mit einer Actionkamera gescheite Aufnahmen hinbekommen kann. Bei mir hat sich das Stativ im praktischen Einsatz bewährt. Da sich das Teil auch unfreiwillig längere Zeit unter Wasser aufhielt, kann ich die Salzwassertauglichkeit voll bestätigen. Kein Rost, keine Oxidation, alles funktioniert tadellos.

Kleiner Tipp für die GoPro-Besitzer: auf den Kugelkopf des Flymount lässt sich statt der Stativschiene auch eine GoPro schrauben.

Flymount, verschiedene Modelle

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