Sennheiser RS 180

Digitaler Funkkopfhörer der Oberklasse

Ich habe mir vor vielen, vielen Jahren einmal einen Kopfhörer von Sennheiser zugelegt, einen HD 545. Den habe ich bis vor kurzem immer noch benutzt, da ich schlicht begeistert von ihm bin. Aber irgendwie ist das mit dem Kabel echt unpraktisch. Als Werbeprämie bin ich mal zu einem billigen Funkkopfhörer gekommen. Klanglich echt ein Stück Dreck, aber sehr praktisch. Also wuchs der Entschluss, doch einfach das beste aus beiden Welten miteinander zu vereinen: Ein Funkkopfhörer von Sennheiser.

Technik

Früher arbeiteten Funkkopfhörer analog. Per Frequenzmodulation wurde z.B. im 800-MHz-Band der Ton von einem Sender zum Kopfhörer übertragen. Wie man es vom Radio her auch kennt, klappt das mehr oder weniger gut. Störungen beim Bewegen waren an der Tagesordnung, im Hintergrund ein Rauschen stets präsent.

Die aktuelle Generation der Funkkopfhörer arbeitet digital. Das heißt, dass der Sender die Tonsignale zunächst digitalisiert, digital per Funk überträgt und im Kopfhörer wieder dekodiert. Die digitale Übertragung ist dabei recht robust gegenüber kleinen Störungen und Schwankungen, so dass der Ton im Kopfhörer stets in CD-Qualität erklingt bzw. erklingen sollte. Der Sender arbeitet im mittlerweile für digitale Anwendungen beliebten 2,3-GHz-Band, wo trotz WLAN, Bluetooth & Co. noch genug Platz zu sein scheint.

Die Besonderheit der Sennheiser-Funkkopfhörer ist, dass sie das Tonsignal unkomprimiert übertragen. Während andere Systeme mit MP3 vergleichbare Kompressionsalgorithmen verwenden, um eine geringere Datenmenge übertragen zu müssen, wodurch die Tonqualität in einem gewissen Maße leidet, erlaubt sich Sennheiser, die volle, ungetrübte CD-Qualität über den Äther zu schicken.

Ausstattung

Wie nicht anders zu erwarten, besteht das Set aus einer Sendestation, die man an die Tonquelle anschließt, und dem eigentlichen Kopfhörer. Dem Sender liegen bereits Anschlusskabel mit (vergoldeten) Cinch- und Klinkensteckern bei, sowie das notwendige Netzteil.

Der Sender fungiert gleichzeitig als Ladestation, auf die der Kopfhörer bei Nichtnutzung aufgelegt wird.

Der Kopfhörer selbst ist mit weichen, mit Samt bezogenen Ohr- und Kopfbügelpolstern ausgestattet, verfügt an der rechten Ohrschale die Bedienelemente zum Regeln der Lautstärke und Balance.

Praxis

Damit Sender und Empfänger miteinander funktionieren, müssen die Geräte zunächst miteinander gepaart werden, so wie man das auch von Schnurlostelefonen her kennt. Das geht beim ersten Einschalten per Knopfdruck automatisch.

Im Betrieb muss man ansonsten nichts mehr einstellen: Sender und Kopfhörer einschalten, los geht’s. Der Klang ist einwandfrei, rauschfrei und entpricht dem Anspruch eines Sennheiser-Kopfhörers. Die ALC-Funktion habe ich, wenn ich ehrlich sein soll, bisher nicht großartig getestet, da ich ohnehin eher mit gemäßigter Lautstärke Musik höre.

Die Reichweite des Senders deckt meine gesamte Wohnung ab, selbst wenn der Sender sich am gegenüberliegenden Ende befindet. Innerhalb der Reichweite gibt es auch bei Bewegung keine Störungen und Aussetzer.

Bei digitaler Übertragung kommt es prinzipbedingt immer zu einer Verzögerung bei der Wiedergabe. Diese Latenz ist beim RS 180 erfreulich gering, so dass sie beim Fernsehen nicht störend auffällt.

Störender im Handling indes finde ich, dass man den Kopfhörer zwar praktisch auf den Sender zum Aufbewahren und Aufladen packen kann, ihn aber dennoch stets per Hand Sender und Kopfhörer einschalten muss. Wäre es hier zu viel verlangt gewesen, dass sich die Geräte beim Abnehmen des Kopfhörers von der Ladestation automatisch einschalten?

Fazit

Bis auf das einmalige Einschalten beider Geräte bin ich restlos begeistert, da der Kopfhörer angenehm zu tragen ist und einen tadellosen Klang aufweist.

Sennheiser RS 180 Digitaler Funkkopfhörer

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