AVM Fritz!WLAN Repeater N/G

Gemeinsam mit meiner neuen Fritz!Box habe ich mir den passenden WLAN-Repeater von AVM gekauft, da ich mit meiner alten Box die Erfahrung gemacht habe, dass die Reichweite selbst innerhalb einer Wohnung nicht so berauschend ist. Bis dahin hatte ich mir mit einem zusätzlichen WLAN-Router beholfen — den wollte ich nun durch den Repeater ersetzen.

Features

AVM bewirbt dieses Gerät zur Zeit recht aufdringlich, also habe ich zugeschlagen, zumal die zusätzlichen Features durchaus verlockend klingen. Denn als Highlight bietet der Repeater noch einen FM-Transmitter, also einen UKW-Sender, über den man Musik an jedes beliebige Radio schicken kann. Der Clou dabei ist, dass dazu ein kleiner Treiber auf einem beliebigen PC installiert werden muss, der sich dann wie eine Soundkarte verhält. Stellt man die Tonausgabe dann auf diese „Soundkarte“ um, wird die Musik übers WLAN an den Repeater geschickt, der sie wiederum dann per frei wählbarer UKW-Frequenz ausstrahlt. Allein diese Funktion lässt mein Herz als Spielkind höher schlagen.

Alternativ zum UKW-Sender bietet der Repeater auch noch einen normalen Ton-Ausgang per Klinkenstecker.

Praxis

Die Produktdesigner bei AVM haben sich was wirklich innovatives ausgedacht: Auf dem Repeater findet sich eine sehr grobe LED-Matrix, über die im Retro-Look per Lauftext die Ausgaben erfolgen. Bedient wird das Gerät dadurch, dass man seinen Finger auf einen von drei Sensor-Punkten innerhalb dieser Matrix legt.

Doch genau hier kommt die Ernüchterung: Dieses System ist sowas von unausgereift, dass man innerhalb kürzester Zeit kapituliert und den Repeater am liebsten mit einem gezielten Handkantenschlag in die ewigen Jagdgründe schickt.

Die Sensoren reagieren auf Licht. Eine Berührung nehmen sie dadurch wahr, dass das Licht der umgebenden LEDs beim Berühren reflektiert wird. Sie ahnen es sicherlich: Das klappt in der Praxis einfach nicht zuverlässig. Schlimmer noch: Die Sensoren reagieren auch auf wechselnde Lichtverhältnisse. Es ist vielleicht nicht im Sinne des Erfinders, aber der Repeater lässt sich sogar mit einer Taschenlampe „fernsteuern“. Was hier noch lustig klingt, erweist sich im Dauereinsatz schlicht als Katastrophe.

Wer den Repeater z.B. in die Steckdose neben einer Tür steckt, der kann sein blaues Wunder erleben. Vorbei gegende Personen, die durch den Lichtschein von Fenstern oder Lampen wechselde Schatten auf den Repeater werfen, schaffen es ungewollt immer wieder, dass er ein Eigenleben entwickelt.

Das äußert sich im besten Fall dadurch, dass das Display einfach nur „erwacht“ und mit grellen Lauftext seinen Status ausgibt. Im Flur mag das noch okay sein, aber im Wohnzimmer fühle ich mich durch diese Lightshow einfach nur genervt.
Schlimmer ist es jedoch, wenn der Repeater durch die Geisterbedienung sich verstellt und dann fröhlich durch sämtliche Menüs springt und Funktionen ein- und ausschalten. Super.

Da war es letztlich nur noch ein unwesentliches Detail, dass das Gerät in unregelmäßigen Abständen einfach abgestürtzt ist.
Immerhin lässt sich der Repeater — sofern man ihn über das widerspenstige Sensor-Matrix-Display gebändigt bekommt — bequem über den Web-Browser bedienen. Dort lassen sich alle Einzelheiten einstellen. Auf das Display hätten sie also getrost verzichten können.

Fazit

Ich hab AVM die Probleme mit dem Repeater kommuniziert. Als Antwort wurde ich auf ein Firmware-Update vertröstet. Als dies nach zwei Monaten noch immer nicht in Sicht war, habe ich eine Wandlung des Kaufvertrags wegen groben Mängeln durchgeführt. Der Repeater war für mich schlicht unbenutzbar.

Erfahrung gesucht

Meine Erfahrung mit dem Repeater stammen von Mitte 2009. Ich habe die Entwicklung nicht weiter verfolgt, kann daher auch nicht sagen, ob tatsächlich ein Firmware-Update erschienen ist, dass diese massiven Probleme behoben hat. Daher wäre ich für ein Feedback dankbar, ob das Gerät denn nun mittlerweile benutzbar ist.

In den Amazon-Bewertungen sind zumindest äußerst gemischte Kommentare zu lesen

AVM Fritz!WLAN Repeater N/G zur Erhöhung der Reichweite von WLAN G- und WLAN N-Netzen

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