AVM FRITZ!WLAN Repeater 300E

Kurzes Vergnügen

Auch wenn ich bereits einmal schlechte Erfahrung mit einem WLAN-Repeater von AVM gemacht habe, so wollte ich der Firma, von deren Fritz!Box ich nach wie vor überzeugt bin, nochmals eine Chance geben. Doch leider wurde ich erneut enttäuscht.

Technik

Beim WLAN-Repeater 300E hat AVM dankenswerterweise auf das innovative, aber leider nicht ausgereifte Bedienfeld mit Matrix-Display des früheren Modells verzichtet. Statt dessen findet sich an der Vorderseite nur noch ein Knopf, sowie mehrere LEDs, die den Betriebszustand anzeigen. Fein, denn mehr braucht man nicht.

Der Repeater lässt sich in drei Betriebsmodi betreiben: Als reiner Repeater, der sich in ein vorhandenes WLAN-Netz einbindet und erweitert, als Access-Point, der ein per LAN-Kabel angeschlossenes Netzwerk per WLAN verfügbar macht, oder als WLAN-Bridge, die ein empfangenes WLAN per LAN-Kabel ausgibt.

Im Zusammenspiel mit einer Fritz!Box ist die Einrichtung kinderleicht, denn dazu muss man letztlich nur die WPS-Knöpfe an beiden Geräten drücken, der Rest geht automatisch. Auch die anderen Betriebsmodi sind schnell über die Web-Oberfläche eingerichtet.

Praxis

Ich habe den Betriebsmodus Access-Point vorgezogen, da ich ohnehin LAN-Kabel verlegt habe, aber eine Erweiterung des WLAN benötigte. Ein WLAN-Repeater verringert nämlich die Durchsatzrate im WLAN-Netz, da er das empfangene Signal ja wieder per WLAN aussenden muss.

Bei der kabelgebundenen Variante wird der Anwender auch gut unterstützt, alles wird korrekt abgefragt, nach wenigen Mausklicks funktioniert es. Es gibt keinen IP-Kuddelmuddel mit unterschiedlichen DHCP-Servern, super.

Wenn man zudem dem neuen Access-Point denselben WLAN-Namen und das Kennwort wie dem bereits vorhandenen gibt, dann können WLAN-Geräte auch nahtlos von einem WLAN zu anderen umschalten. Funktioniert in der Praxis auch gut.

Weniger gut ist, dass beide Geräte logischerweise auf unterschiedlichen Funkkanälen senden müssen. Um das sicherzustellen, muss man auf beiden jeweils einen Kanal fest zuweisen. Wer in einem dicht bebauten Gebiet wohnt, wird damit jedoch schnell Probleme bekommen, denn die meisten Router sind so eingestellt, dass sie sich automatisch einen passenden Kanal suchen. Das bedeutet, dass der heute gewählte Kanal morgen schon ungünstig sein kann, weil der Router des Nachbarn sich auf diesen Kanal gesetzt hat.

Setzt man nun die eigenen Geräte ebenfalls auf „auto“ kommt es unweigerlich irgendwann dazu, dass beide auch mal auf demselben Kanal senden. Da sie dieselbe WLAN-Kennung haben, führt das dann zu Chaos, bzw. einfach nur einem nicht mehr ordentlichen WLAN. Dass sich die beiden Geräte nicht untereinander verständigen können, welche Kanäle sie am besten verwenden, ist mir ein Rätsel.

Auch unschön ist, dass in der Verwaltungsoberfläche im Browser des Repeaters die Namen der verbundenen Geräte nicht angezeigt werden, so wie das bei der Fritz!Box der Fall ist. Da beide Geräte aus demselben Haus stammen, ist mir das einigermaßen unverständlich.

Doch das alles wäre nicht so schlimm, wenn der Repeater nicht nach vier Monaten den Geist aufgegeben hätte. Er ließ sich einschalten, aber die WLAN-Geräte waren nicht mehr in der Lage, sich mit ihm zu verbinden.

Da ich diesmal keine Lust auf eine längere Odyssee hatte, hab ich die Notbremse gezogen, meine Gewährleistungsrechte in Anspruch genommen und das Gerät zurück gegeben. Schade.

Fazit

Bin ich ein Pechvogel? Oder woran liegt es, dass ich nun schon zum zweiten Mal mit einem Repeater von AVM eine Bruchlandung erlebt habe? Es fing doch so vielversprechend an? Und warum bauen die Berliner so saugute Router, patzen dann aber bei den Repeatern? Verstehe ich nicht.

Wer sein Glück dennoch versuchen möchte, bitte. Die Bewertungen bei Amazon sind jedenfalls deutlich in der Überzahl positiv. Also bin ich wohl der Pechvogel.

AVM FRITZ!WLAN Repeater 300E

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