Asus RP-AC52 Dual-Band WLAN Repeater

Reichweitenverlängerer mit Radio und Nachtlicht

WLAN zuhause zu haben, hat schon einen gewissen Vorteil. Blöd ist nur, wenn die Wohnung zu groß ist oder die Reichweite des WLAN-Routers zu klein. Dagegen hilft ein zusätzlicher WLAN-Router oder einen Repeater. Letztere findet man sogar immer wieder bei Aldi im Angebot, ein WLAN-Repeater ist einfach in der Handhabung und verspricht eine schnelle Lösung des Reichweitenproblems. Und muss ihn nur mit dem von den WLAN verbinden, und dann irgendwo in eine Steckdose stecken wo gerade noch Empfang vorhanden ist. Von hier aus funkt er nun weiter, so dass idealerweise die gesamte Wohnung abgedeckt ist. Ein Repeater hat jedoch den Nachteil, dass er auf demselben Kanal sendet, wie das Hauptgerät. Das führt in der Praxis dazu, dass die Datenübertragungsrate sinkt. Alternativ ist auch möglich, einen Access Point einzusetzen. Hierbei findet die Verbindung zum Hauptgerät nicht per WLAN statt, sondern über ein Netzwerkkabel. Wer ohnehin schon Kabel verlegt hat, aber dennoch zusätzlich ein WLAN auch in der hintersten Ecke nutzen möchte, dem sei diese Variante ans Herz gelegt. Idealerweise lassen sich die handelsüblichen WLAN-Repeater einfach in diesem Modus umschalten.

Nachdem ich nun schon zweimal mit einem Modell von AVM Schiffbruch erlitten habe, ein billiges Aldimodell eher mäßige Ergebnisse lieferte, habe ich mich einmal nach weiteren Angeboten umgesehen. Voraussetzung war, dass der Repeater sowohl auf 2,6 GHz als auch auf 5 GHz gleichzeitig senden und empfangen kann und eben auch als Access Point nutzbar ist. Die Wahl fiel auf den Asus RP-AC52.

Technik

die Bauform des Geräts entspricht dem der meisten dieser Klasse: Ein kleiner Kasten mit integriertem Stecker wird in die nächst beste Steckdose gesteckt und erledigt dort seine Arbeit. Der Asus RP-AC52 kommt in einem schicken weißen Kunststoffgehäuse daher, dass auf der Vorderseite durch eine Art Musterschliff einen winzigen Hauch von edel versprüht. Die Bedienelemente sind verdeckt an der Seite, vorn gibt es nur eine blaue LED-Leiste, die die aktuelle Empfangsstärke anzeigt.

Als nettes Gimmick hat das Gerät noch ein Nachtlicht integriert: Eine weiße LED strahlt schummrig nach unten und hilft bestenfalls, die Zimmerecke oder Füllung mit dem kleinen Zeh zu umschiffen.

Das Gerät funkt nach den aktuellen WLAN-Standards 802.11 a/b/g/n/ac und soll bis zu 433 MBit/s im 5-Gigahertz-Band übertragen können. Um die Frequenzen im Repeater-Betrieb optimal zu nutzen, lässt sich der Asus RP-AC52 auch so einstellen, dass er nur auf dem einen Band die Verbindung zur WLAN-Hauptstation aufbaut und auf dem anderen den Repeater spielt – wie herum ist wählbar.

Ein etwas kurioses Feature ist das integrierte Internetradio. Ja, Sie haben richtig gelesen: An der rechten Seite befindet sich eine kleine Kopfhörerbuchse, über die man den Repeater an Lautsprecher oder eine Stereoanlage anschließen kann. Über den Web-Browser lässt sich dann eine bestimmte Internet-Radiostation auswählen, die fortan von dem Repeater empfangen und über den Anschluss abgespielt wird – wer‘s braucht?

Viel interessanter ist aber eine ganz andere Funktion: Asus nennt es Roaming-Assistant. Dahinter verbirgt sich eine recht pfiffige Idee: Ein Gerät – ein Smartphone zum Beispiel – verbindet sich in der Regel immer mit dem stärksten empfangbaren WLAN in der Umgebung. Sobald es sich für ein WLAN entschieden hat, bleibt es auch dabei, bis die Verbindung unterbrochen wird. Nun kann es aber sein, dass man sich innerhalb der Wohnung in die Nähe eines zweiten WLAN-Senders begibt, der nun der stärkere wäre. Dummerweise ist der andere aber noch ganz schwach empfangbar, so dass das Handy bei dieser Verbindung bleibt. Jetzt kommt der Roaming-Assistant ins Spiel. Er überwacht die Empfangsstärke der mit ihm verbundenen Geräte. Sobald diese unter einen einstellbaren Wert sinkt, kappt er die Verbindung, so dass unser Handy in diesem Fall gezwungen ist, sich eine neue Station zu suchen – und diesmal eben die stärkere, auf die wir uns zubewegt haben.

Genau genommen handelt es sich bei dem Roaming-Assistant also um einen Reichweitenbegrenzer. Dies setzt natürlich voraus, dass in der gesamten Wohnung jeweils mindestens ein WLAN in der stärkere oberhalb des Schwellwerts empfangbar ist.

Ein angenehmer Nebeneffekt ist übrigens noch, dass die Möglichkeit, sich mit dem WLAN von außerhalb der Wohnung zu verbinden, stark begrenzt wird.

Praxis

Die Installation ist zumindest für den Standardfall denkbar einfach. Man muss dazu nur den Repeater in die Steckdose stecken, und die WPS-Tasten an Router und Repeater drücken. Ist dies nicht möglich, muss man sich zunächst per WLAN mit dem Repeater verbinden. Der hat in der Werkseinstellung ein offenes WLAN, das nur für die Erstkonfiguration genutzt wird. Verbindet man sich dem Gerät, wird im Browser direkt die Konfigurationsseite aufgerufen, in halbwegs verständlichen Dialogen wird man nach und nach durch die gesamte Einstellungsorgie geleitet. Das fängt an mit der Suche nach dem vorhandenen WLAN, der Eingabe der Zugangsdaten und schließlich zur Konfiguration des vom Repeater bereitgestellten WLANs. Ungewöhnlich ist, dass in der Voreinstellung abweichende SSIDs vorgeschlagen werden, was zur Folge hat, dass man diese Verbindungen bei allen seinen Geräten ebenfalls eintragen muss. Selbstverständlich kann man auch den Namen des vorhandenen WLANs nutzen.

Ist das alles erstmal eingerichtet, funktioniert der Repeater – einfach so.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Um das Gerät als Access Point zu nutzen, muss man ihn zunächst einmal komplett als Repeater einrichten, erst dann kommt man in den Konfigurationsdialog, indem man den Modus umschalten kann. Zur weiteren Auswahl steht auch die Variante als Media Bridge, was den exakt umgekehrten Weg eines Access Points darstellt: Hier wird die Verbindung per WLAN hergestellt, aber dann per Netzwerkkabel weitergeleitet. Diesem Modus nutzt man, wenn man ein Gerät ins WLAN einbinden möchte, dass nur einen normalen Netzwerkanschluss hat.

Im Einstellungs-Menü mit dem gewichtig klingenden Namen „Professionell“ verbirgt sich neben dem bereits erwähnten Roaming-Assistent noch eine Zeitschaltfunktion, über die sich das Gerät zu festgelegten Tageszeiten ein- und ausschalten lässt, die für wochentags und Wochenende unterschiedlich einstellbar sind. Die Internet-Radio-Funktion habe ich mir mangels Verwendung und Interesse gespart.

Fazit

Ich habe mittlerweile zwei dieser Geräte im Einsatz. Die WLAN-Funktion meiner FRITZ!Box habe ich deaktiviert, da sie zu Störungen bei der Internet-Telefonie führt. Durch diese externe WLAN-Lösung habe ich dieses Problem gleich mit erledigt. Außerdem funktionieren so die beiden Access Points mit ihrem Roaming-Assistent wunderbar Hand in Hand. Man kann wirklich sehen, dass, wenn man den Flur entlang geht, ab einem bestimmten Punkt die Balkenanzeige der Empfangs stärker am Handy wieder nach oben springt. So soll es sein.

Asus RP-AC52 AC750 White Diamond Dual-Band WLAN Repeater (802.11 a/b/g/n/ac, WLAN Reichweitenverlängerung, Power-Schalter, Audiofunktion, Nachtlicht, Ultra-Kompaktgehäuse)

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