LEO Smartkey

Vollautomatischer Schlüsselbund

Die seit Jahrhunderten etablierte Methode, Schlüssel gebündelt und im schnellen Zugriff mit sich zu führen, ist ein simpler Ring, auf den diese eingefädelt werden. Der Fachbegriff dafür lautet „Schlüsselbund“. Dieses archaische Gerät ruft alle Jahre wieder Erfinder auf den Plan, die sich anschicken, den Ring neu zu erfinden.

Als neuester Vertreter im (Schlüssel-)Bunde ist eine kleine Firma aus Potsdam, der es offensichtlich ein Dorn im Auge war, dass man einerseits so richtig schick klobige Zutrittsbauklötze fürs Auto hat, die die Türen auf Knopfdruck öffnen, man aber die gemeine Haustür wie vor hunderten von Jahren mit einem rasselnden Schlüsselbund aufschließen muss. Also was tun? Irgendwie muss man das doch miteinander kombinieren können.

Herausgekommen ist ein kleiner Kasten mit dem schönen Namen LEO Smartkey, der zumindest äußerlich den mit Elektronik vollgestopften Autoschlüsseln in nichts nachsteht. Auf Knopfdruck die Haustüre öffnen geht natürlich nicht so einfach, dazu müsste man ja an der Türe selbst ein elektromechanisches Schloss mit Funkempfang installieren. Also sollte es doch wenigstens reichen, wenn der klassische Schlüsselbart elektrisch aus dem Zugangsklumpen heraus fährt.

Gesagt, getan: Auf Knopfdruck kann man wie beim CD-Wechsler zwischen bis zu sechs Schlüsseln auswählen, die dann obercool rein- und rausfahren. Aus Platzgründen gibt es keine Direktwahltasten, man muss sich mit Up/Down durch die sechs Schlüssel „durchklicken“. Dafür gibt es dann aber noch eine LED-Beleuchtung zur komplizierten Schlossfindung.

Dann wäre da noch eine Kleinigkeit: Ein herkömmlicher Schlüssel passt natürlich nicht in das Wunderkästchen hinein, da die Räute (so nennt man übrigens das Griffstück eines Schlüssels) dafür viel zu groß ist. In den LEO Smartkey kommen spezielle Klingen mit einer Haltevorrichtung am anderen Ende. Man ist also gezwungen, sich jeden Schlüssel neu anfertigen (oder umarbeiten) zu lassen, den man mit dem Smartkey nutzen möchte. Dummerweise passen natürlich nur Schlüssel in Standardgrößen, den Schlüssel für den Briefkasten oder das Fahrradschloss muss man sich dann mit einer Schnur um den Hals hängen.

Aber da wäre noch eine Kleinigkeit: Natürlich braucht der Schlüsselbund Strom, um das Rein/Raus und die Beleuchtung betreiben zu können. Gespeist wird er von einem per USB (was auch sonst?) aufladbaren Akku, der laut Herstellerangaben drei Monate halten soll. Immerhin gibt es für den Notfall die Möglichkeit, das Gehäuse zu öffnen und einen Schlüssel direkt zu entnehmen. Apropos Gehäuse: Das ist natürlich in verschiedenen Farben erhältlich.

Fazit

Fassen wir also zusammen: Für rund 50 Euro bekommt man einen klobigen Kasten, in den man nochmal für jeweils rund 10 bis 15 Euro pro Schlüssel einkalkulieren muss. Wer sich mit dem Schlüsselbrikett nicht die Hose ausbeulen möchte, kann noch ein praktisches Gürtelholster dazu ordern, das sich auch optisch gut neben dem Leatherman- und Handy-Holster macht und damit jeden Mann von Welt von weitem gut sichtbar auszeichnet. Enttäuschend ist lediglich, dass sich der LEO Smartkey nicht auch per Smartphone-App steuern lässt…

LEO Smartkey, vollautomatischer Schlüsselbund für bis zu 6 Schlüssel

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