Son of Hibachi - Holzkohlegrill zum Zusammenklappen
Freitag, 4. Mai 2012
Technik
Der Son of Hibachi verfügt über zwei Flügel, die zu den jeweils gegenüber liegenden Seiten auseinander geklappt werden. Damit erhält man zwei etwa frühstücksbrettgroße Grillflächen mit gusseisernen Grillrosten, die selbstverständlich in verschiedenen Höhen eingehängt werden können. In der Mitte zwischen den Scharnieren der beiden Flügeln sitzt der Aschekasten mit Schublade, in die beim Zusammenklappen die verbrannte Kohle fällt.
Zum Anzünden – der Knackpunkt bei jedem Grill – nutzt der Son of Hibachi den Kamineffekt: Dazu füllt man die beiden Seitenteile mit Kohle, hängt die Roste auf niedrigster Stelle ein und klappt den Grill zu. In den Aschekasten kommt der Grillanzünder, die Flammen schlagen nach oben und entzünden die Kohle. Durch die aufsteigende Hitze wird Luft von unten angesaugt, die Hitze steigt nach oben und brennt nach und nach alle Kohlen an. Wenn die oberste Schicht Kohlen glüht, klappt man den Grill auseinander, setzt die Roste auf die gewünschte Höhe und kann loslegen.
Nach dem Grillen geht es genauso weiter: Noch mit heißer Kohle klappt man beide Seiten wieder hoch, wordurch die Grillreste von den Rosten abgebrannt werden. Zur Reinigung muss man sie später praktisch nur noch mit einem Tuch abwischen.
Wer noch eine gute Menge Restkohle im Grill hat und diese gerne noch nutzen möchte, kann den Grill nun in die mitgelieferte Tasche stellen. Ja, richtig: Der heiße, glühende Grill wird im geschlossenen Zustand eingepackt. Genau dafür wurde die Tasche konzipiert, die auf der Innenseite, eine hitzebeständige Schicht hat. Die Tasche wird (luftdicht) verschlossen, wodurch die Restglut erstickt.
Praxis
Ich war zunächst beeindruckt von der pfiffigen Idee, dann aber skeptisch. Sollte das wirklich funktionieren? Dem Grill ist eine einfache, groß bebilderte Anleitung beigelegt. Wem das nicht reicht, der kann sich auch die Schulungs-DVD anschauen, deren Video qualitativ allerdings eher an diese Werbefilmchen erinnert, die überall an den Regalen eines beliebigen Baumarkts flimmern. Nun gut.
Nach dem erstmaligen Zusammenbauen – es müssen nur die Füße eingesetzt werden – ging es an den Selbstversuch. Grillbriketts rein (ja, bitte diese kleinen Eierbriketts nehmen!) und Roste einsetzen. Hier hakelten die Aufnahmen ein wenig, was sich allerdings mit wenig Kraft zurecht biegen ließ. In Ermangelung richtigen Grillanzünders habe ich in die Aschebox in Alkohol getränktes Papier gelegt. Ging auch, hat aber ordentlich gequalmt.
Zu meiner vollsten Freude hat das Anzünden mit dem propagierten Kamineffekt wunderbar funktioniert. Nach dem Aufklappen muss man dann allerdings die glühend heißen Roste auf eine höhere Stufe versetzen. Problematisch dabei: Die Roste haben keine Griffe. Man verwendet dazu jedoch die obere Klappe, an die für genau diesen Zweck ein zusätzlicher Haken angebracht wurde. Mit ein bisschen Übung klappt das auch recht gut, allerdings saßen die Roste bei mir ein bisserl fest in den Halterungen, so dass ich mit der Grillzange gegenhalten musste. Okay, das weiß ich also fürs nächste Mal.
Nach dem Auflegen des Grillguts ist mir dann ein weiterer Anfängerfehler aufgefallen: Durch das Zusammenklappen rutscht die Kohle zusammen, nach dem Aufklappen hätte ich sie wieder etwas besser verteilen oder von vornherein etwas mehr einfüllen müssen. Hätte ich eigentlich auch sehen können, aber irgendwie war mein Hunger dann doch größer.
Das Grillen selbst war problemlos und genau so, wie man es erwartet. Die vergleichsweise kleinen Grillroste erlauben selbstverständlich nicht, dass man gleich eine ganze Armee begrillt, aber die gesamte Fleischladung für zwei Personen habe ich in einem Durchgang (inkl. gegrillten Auberginen) drauf bekommen. Reicht doch.
Auf das Freibrennen der Roste am Ende habe ich mich am meisten gefreut. Also Grill wieder zuklappen und so ein paar Minuten stehen lassen. Obacht, es ist ein Grill! Also alles heiß. Doch wenn man an den äußeren Enden der Füße anfasst, dann ist das überhaupt kein Problem.
Auch das "Ersticken" in der Tasche, das mir am meisten Sorgen bereitete, hat funktioniert. Den Grill dazu einfach an den zu einem Griff zusammengeklappten Beinen vorsichtig in die Tasche setzen und Reißverschluss zu. Wichtig: Die Zipper müssen unten sein! Bleiben sie oben, erhitzt sich das Metall und beschädigt den Reißverschluss.
Ich hab ein paarmal die geschlossene Tasche von außen kontrolliert: Wird ordentlich warm. Nun gut, ist ja noch Garantie drauf.
Am nächsten Morgen dann der Check: Tasche ist noch da, Grill auch. Von den Kohlen sind kleine Kugeln übrig geblieben, die etwa ein Drittel des ursprünglichen Volumens einnehmen. Der Rest liegt im Aschekasten. Die Tasche sieht auch unversehrt aus, auch wenn sie an einer Stelle von innen von silbern auch leicht golden die Farbe gewechselt hat. Die Roste sind auch sauber, wenn auch mit einer leichten Ascheschicht überzogen.
Fazit
Nicht schlecht! Der Grill scheint tatsächlich das zu halten, was der Hersteller verspricht. Was nicht so gut gefällt, ist die an manchen Stellen etwas grobe Verarbeitung. Aber es passt alles, es lässt sich alles wie gewünscht bedienen und bewegen. Beim zweiten Einsatz hab ich mehr Kohle verwendet, aber dafür am Anzünder gespart. Böser Fehler, denn die Flamme ging aus und ich musste nachlegen. Nächstes Mal verwende ich richtige Grillanzünder-Würfel.
Ich bin durchaus begeistert, dass der "Kleine" funktioniert. Mobil habe ich ihn noch nicht eingesetzt, mit seinen 8 kg ist er auch nicht gerade ein Leichtgewicht.
Son of Hibachi Klappgrill mit Tasche
Bosch IXO – Nie wieder Schraubenzieher!
Freitag, 27. April 2012
Technik
Der Bosch IXO, den es mittlerweile in der vierten Generation gibt, ist ein Mini-Akkuschrauber mit fest verbautem Lithium-Ionen-Akku. Er verfügt ausschließlich über eine Sechskant-Aufnahme für Schrauber-Bits, ein Bohrfutter ist allerdings als Zubehör erhältlich. Unterhalb der Spitze ist eine gelbe LED verbaut, die das Arbeitsfeld beleuchtet.
Der IXO hat nur eine Geschwindigkeit, eine stufenlose Regelung gibt es leider nicht. Auf der Oberseite gibt es drei LEDs, die über die Drehrichtung und den Akkustand Auskunft geben. Hier merkt man schon ein wenig die Zielgruppe, denn die Anzeigepfeile weisen nicht etwa nach links oder rechts, sondern nach vorn und hinten – also die Richtung, in die die Schraube ein- oder ausgedreht wird.
Mitgeliefert ist eine Ladestation, in die der Bosch IXO auch mit eingesetztem Bit gelegt werden kann und über einfache Kontakte am Griff den Akku auflädt. Das Gerät ist so konzipiert, dass es immer griff- und betriebsbereit sein soll.
Zubehör
Um die IXO-Reihe etwas interessanter zu gestalten, hat sich Bosch eine Reihe von interessantem Zubehör einfallen lassen. Ein Teil davon ist 08/15-Ware, wie eben Bit-Sets oder ein Bohrfutter. Das ist nichts spezielles, hier funktioniert alles, was in die standardisierte Sechskant-Aufnahme passt. Meine Empfehlung wäre hier übrigens ein Bit-Set mit langen Bits: ungemein praktisch.
Interessanter hingegen sind die zwei Köpfe, die man im hier vorgestellten Set oder eben als Zubehör erhält. Sie werden vorn auf den IXO nach Entfernen einer Gummi-Schutzkappe aufgesetzt und mittels Bajonett-Verschluss arretiert. Der erste Kopf ist eher unscheinbar, er verlagert die Bit-Aufnahme nur ein kleines Stück außerhalb des ursprünglichen Mittelpunkts an den Rand - ein Exzenteraufsatz. Wer aber schon einmal eine Schraube eindrehen wollte, die sich direkt neben einer rechtwinkeligen Wand befand, wird diesen Aufsatz lieben lernen.
Nicht minder praktisch ist der Winkelaufsatz, mit dem sich praktisch um die Ecke schrauben lässt. Beide Aufsätze lassen sich übrigens in verschiedenen Positionen gedreht montieren, um die optimale Arbeitsposition zu erreichen. Zusätzlich gibt es auch noch einen Drehmomentbegrenzer.
Um den Bosch IXO auch als Weihnachtsgeschenk zu etablieren, hat sich Bosch noch einen weiteren Gag einfallen lassen: Mit vem IXO Vino bieten sie auch einen Korkenzieher-Aufsatz an, damit der "Mann im Hause" direkt unterm Gabentisch loslegen kann. ![]()
Praxis
Der Bisch IXO liegt wirklich exzellent in der Hand. Der Schwerpunkt stimmt, das Gewicht ist perfekt, so dass das Arbeiten damit auch in ungewöhnlichen Positionen leicht fällt. Wie von einem solch kleinen Gerät nicht anders zu erwarten ist, hat der IXO nicht sonderlich viel Kraft. Zum Ein- und Ausdrehen von Schrauben aller Art hat sie bei meinen bisherigen Arbeiten aber stets ausgereicht. Ab und zu muss man selbst noch ein wenig nachdrehen, da der Motor irgendwann nicht mehr weiter dreht. Ab da verwendet man den IXO wie eine Ratsche und dreht mit dem gesamten Schrauber noch ein Stückchen nach.
Besonders praktisch finde ich die LED, die auf die Arbeitsfläche leuchtet. Zwar hätte Bosch hier besser eine etwas leistungsfähigere, weiße LED einsetzen sollen, aber die gelbe erfüllt ihren Zweck auch bestens. Denn dort, wo man mit diesem schlanken Gerät gerne arbeitet, ist es oft auch etwas düster. Gut ist, dass die LED schon beim ersten Druckpunkt der Taste leuchtet, bevor der Motor einsetzt.
Wirklich klasse sind die oben erwähnten Aufsätze. Dort, wo mein "dicker" Akkuschrauber aufgrund seiner Größe immer passen musste, komme ich mit dem IXO spielend hin.
Fazit
Ich bin echt eine faule Socke geworden. Selbst für die Schräubchen am PC-Gehäuse greife ich zum IXO. Dass er keine Drehzahlregelung hat, ist durchaus schade. Da die Drehgeschwindigkeit jedoch ohnehin nicht besonders hoch ist und man das Gerät leicht in der Hand drehen kann, lässt sich auch so gefühlvoll schrauben.
Ehrlich gesagt: Ich bin total begeistert von diesem kleinen Alltagshelfer – ja, das ist er wirklich. Meinen "großen" Schrauber benutze ich nur noch selten. Und als Geschenk macht sich der IXO übrigens auch bestens. Habs getestet.
Der etwas andere Gartenzwerg
Donnerstag, 26. April 2012
Ich bin immer wieder begeistert, was man so alles bei Amazon bestellen kann. Heute bin ich über einen netten Deko-Artikel gestolpert, der doch die passende Antwort auf Nachbarns Gartenzwerg-Armee darstellt. Für meinen Balkon dürfte der Kollege sicherlich eine Nummer zu groß sein, aber wer den entsprechenden Vorgarten hat, der sollte sich das durchaus mal überlegen. Hält vielleicht auch andere, unliebsame Besucher ab.
Und bei 5,90 Euro Versandkosten ein echtes Schnäppchen...
PS. Der Händler hat auch andere äußerst interessante Dekoartikel im Angebot.
Selfsat H30 Flachantenne - Mietwohnungsfreundlicher Satellitenempfang
Montag, 23. April 2012
Es reicht! Ich bin es echt satt! Seit bestimmt 15 Jahren tu ich mir in meinen bisherigen Wohnungen das hiesige Kabelfernsehen an. Aber irgendwann ist Schluss mit dem miesen Grisselbild bzw. digitalen Dropouts durch die maroden Hausverkabelungen und schlechten Einspeisungen und dem engeschränkten bzw. kostenpflichtigen Digitalangebot im Kabel. Der Umstieg auf Satellitenempfang ist die Lösung – dank unauffälliger Flachantenne auch für Mietwohnungen. Die Auswahl der empfangbaren Kanäle ist größer, nur wer unbedingt privates Werbefernsehen in HD sehen möchte, muss zusätzlich eine geringe Jahresgebühr zahlen.
Vor rund einem halben Jahr habe ich den Schritt gewagt und kann daher auch gleich einen Erfahrungsbericht abliefern. Das Grundproblem sind ja nach wie vor die renitenten Hauseigentümer, die eine Satellitenantenne als "Wertminderung" ihrer Immobilie ansehen. Zwar ist das mittlerweile bei weitem nicht mehr überall rechtlich haltbar, aber im Zweifelsfall droht ein nervtötender Rechtstreit. Obwohl ich einen sehr liberalen Mieter habe, von dem ich keinen Ärger in dieser Art zu erwarten habe, habe ich mich dennoch für eine eher unauffälligere Antenne entschieden. Denn wer weiß schon, wo ich in zwei, drei Jahren wohnen werde?
Die Wahl ist auf die Selfsat H30 gefallen: Eine typische Flachantenne, die keine "Schüssel" mit vorstehendem Empfangsteil darstellt, sondern nur aus einem flachen Kasten besteht, der bereits alle Technik enthält. Im Gegensatz zu den meisten anderen Vertretern dieser Gattung ist die Selfsat nicht quadratisch, sondern mehr breit als hoch. Das ermöglicht die Montage in einer Fensternische, sofern diese nach Süden zeigt.
Aufbau
Die Selfsat H30 wird mit Montagematerial für die Wand- oder Mastmontage geliefert. Die Grundplatte am Haltearm verfügt über mehrere Schraubenlöcher, so dass sie sich an horiziontalen oder vertikalen Strukturen befestigen , sowie direkt auf einen planen Untergrund schrauben lässt. Ich habe die Halterung an mein Balkongeländer befestigen wollen, wobei dann leider die beigelegten Schrauben um einen halben Zentimeter zu kurz waren. Abhilfe lässt sich im örtlichen Baumarkt schaffen, wobei man hier darauf achten muss, dass der Schraubenkopf nicht zu groß ist. Zum Anschluss benötigt man nur noch ein wenig Satellitenantennenkabel und ggf. eine Fensterdurchführung.
Ist der Halter erst einmal montiert, ist der restliche Aufbau einfach. Dem Set liegt ein Spielzeug-Kompass bei, der verwundernswerter Weise tatsächlich eine Hilfe darstellt. In der Anleitung findet sich zudem eine Liste mit Orten, die bei der Ausrichtung behilflich ist. Sofern man einen Blick auf den angeschlossenen Fernseher hat, lässt sich die Selfsat H30 auch ohne Sat-Finder von Laien ausrichten. Dazu bedarf es nur ein wenig Geduld, da man den Himmel mit feinen Veränderungen an der Richtung "abtasten" muss. Die Kreuzaufhängung lässt sich dabei gut dosierbar festziehen, so dass ein leichtes Verschieben noch möglich ist. Nach zehn Minuten hatte ich die optimale Ausrichtung gefunden, so dass ich die Schrauben nun arretieren konnte. Hierbei ist natürlich zu beachten, dass man die Richtung nicht nochmals verändert.
Empfangseigenschaften
Die Selfsat H30 vollbringt keine Wunder. Sie ist ein guter Kompromiss zwischen Bauform und Empfangsstärke, kann aber aufgrund ihrer Größe nicht mit großflächigen Spiegeln mithalten. Mein Fernseher zeigt Signalstärken – je nach Transponder – zwischen 60 und 70% an. Das reicht für einen störungsfreien Empfang. Bei einem Gewitter-Platzregen neulich sank der Wert auf 40% ab, ohne dass der Empfang abriss. Also was will man mehr? Bei starkem Unwetter bricht der Empfang jedoch schon mal so weit zusammen, dass es zu Aussetzern kommt. Wer also eine absolut wettersichere Antenne haben möchte, sollte sich etwas größeres suchen. Für 99,5% der Wetterlage hierzulande reicht die Selfsat H30 meiner Meinung nach bestens aus.
Da ich das digitale Fernsehen auch direkt aufzeichne und den gespeicherten Stream vor dem Archivieren einer Fehleranalyse unterziehe, kann ich die gute Empfangsqualität bestätigen, auch wenn es hin und wieder zu einzelnen Fehlern kommt, die beim Fernsehen jedoch nicht auffallen würden -- der Analysator sieht sie dennoch.
Praxis
Ich habe die Position der Antenne noch zwei, drei Male nachjustiert und noch ein paar Prozent auf manchen Transpondern herausholen können. Dabei kommt es insbesondere in der vertikalen Ausrichtung um winzige Änderungen an. Im Gegensatz zu klassischen Offset-Spiegeln, die fast vertikal stehen, bietet die Selfsat H30 Angriffsfläche für Regen und Schnee. Da letzteres vergangenen Winter eher selten war, kann ich daher nicht viel darüber sagen, ob die Antenne dazu neigt, zuzuschneien. Ich werde dies in Erwartung eines harten Winters dann nächstes Jahr nachholen.
Fazit
Ich bin mit der Antenne zufrieden. Sie tut das, was sie soll. Sonst kann man nicht viel darüber sagen, es ist "nur" eine Antenne. Ich habe das Modell mit zwei Ausgängen genommen, rückblickend betrachtet hätte es aber auch das mit vieren sein können. Zwar ist als Zubehör ein Austausch-Empfangsteil erhältlich, doch das ist letztlich teurer, als direkt das Modell mit der größeren Anzahl an Anschlüssen zu nehmen.
Selfsat H30 Flachantenne (mit interessanten Bildern von Montagemöglichkeiten)
Busch + Müller Toplight Line Brake Plus - Fahrradrücklicht mit Bremslicht
Donnerstag, 19. April 2012
Nun will ich es aber wissen: Fahrrad-Tuning at it's best! Nachdem ich meinen Drahtesel schon erfolgreich mit einem Tagfahrlicht ausgestattet habe, ist die andere Seite dran. Bisher hatte ich als Rücklicht unten am Schutzblech so ein 08/15-Teil aus dem Baumarkt, immerhin schon mit Standlichtfunktion.
Neuere Räder haben in der Regel das Rücklicht kombiniert mit dem großen Reflektor direkt am Gepäckträger, was vermutlich hauptsächlich Kostengründe hat. Aber ich denke auch, dass ein höher angebrachtes Licht durchaus auch der Sicherheit dient.
Also hab ich mich bei dem Hersteller einmal umgesehen, von dem ich bereits die genialen LED-Scheinwerfer mit Tagfahrlicht und das Handy-Ladegerät fürs Fahrrad gekauft habe: Busch + Müller. Selbstverständlich hat der auch Rücklichter im Angebot, gefallen hat mir dabei die Serie "Toplight Line". Bei diesen Rücklichtern sorgen gleich zwei kräftige LEDs für ordentlich Helligkeit, ein hrozontaler Linsen-Diffusor fächert das Licht in die Breite auf, so dass ein roter Leuchtbalken zu sehen ist, bzw. praktisch nicht zu übersehen ist. Das Kondensator-Standlicht sorgt (wie mittlerweile gesetzlich vorgeschrieben) dafür, dass man auch stehend an der Ampel noch gesehen wird. Damit das Rücklicht nach dem Abstellen keine Neugierigen anlockt, lässt es sich durch einen an der Unterseite versteckten Taster abschalten. Beim Losfahren schaltet es sich wieder automatisch ein.
Bremslicht
Ich wäre nicht ich, wenn ich nicht noch irgend ein Gimmick bräuchte: Tagfahrlicht vorn, hinten dann also, na, was? Richtig, ein Bremslicht! Okay, okay, ich verspreche mir wirklich nicht viel davon. Aber die Modellvariante des Toplight mit Bremslicht kostet nur ein paar Euro mehr. Die sind es mir wert.
Der Clou beim Toplight Line Brake Plus ist, dass es ohne zusätzliche Verkabelung und Kontakte auskommt. Im Lampenmodul sitzt ein kleiner Chip, der die Drehzahl der Räder überwacht. Die bekommt er über die Wechselstromfrequenz des Nabendynamos. Sobald sich die Drehzahl signifikant verringert, wird dies als Bremsen interpretiert. Das funktioniert dann auch bei Fixies, wobei die ja eher selten Dynamo und Lichtanlage haben dürften.
Als Bremslicht werden die beiden LEDs heller geschaltet. Tagsüber fällt das nicht ganz so sehr auf, aber die Gefahr, das einem jemand hinten drauf semmelt, ist bei Dunkelheit ja ohnehin höher. Noch besser als einfach nur heller, wäre sicherlich ein schnelles Flackern, aber ich vermute mal, dass dies der StVZO zum Opfer gefallen ist.
Montage
Ein Rücklicht an ein Farrad zu montieren, gehört wohl zu einer Aufgabe, die jeder halbwegs talentierte Fahrradbesitzer hinbekommen sollte. Wichtig: Die Haltebolzen für die Montage am Gepächträger gibt es in zwei Abständen. Bei älteren Rädern (wie meins) in 80mm, bei neueren beträgt der Abstand 50mm. Busch + Müller bietet dankenswerterweise mittlerweile Modelle mit beiden Abständen an.
Die Verdrahtung ist simpel: Hat das Kabel am Ende Steckschuhe, dann schiebt man diese über die entsprechenden Laschen. Kabel mit losem Ende werden in die zwei darüber liegenden Löcher geschoben und mit einem Hebel fixiert. Einfacher geht es wirklich kaum. Auf Polarität muss nicht geachtet werden.
Bei der Montage sollte man beachten, dass das Rücklicht exakt senkrecht ausgerichtet ist, also im rechten Winkel zur Fahrbahn steht. Der Grund liegt in dem Linsensystem, das das Licht vertikal stark bündelt und als kräftigen "Lichtbalken" nach hinten in Augenhöhe des nachfolgenden Verkehrs abstrahlt.
Fazit
Kleines Rücklicht, große Wirkung. Die Helligkeit und Sichtbarkeit des Toplight Line ist enorm. Da ich das Rad meiner Freundin ebenfalls ausgestattet habe, kann ich das aus Sicht des Verfolgers gut beurteilen. Inwieweit die Bremslichtfunktion tatsächlich einen Nutzen brinkt, vermag ich nicht zu beurteilen. Schaden wird sie jedenfalls nicht.
Busch + Müller Toplight Line Brake Plus (mit Bremslicht)
in Fahrrad und Outdoor, Testberichte um 10:06
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Squeezebox System
Montag, 16. April 2012
Im digitalen Zeitalter ist es ja zunehmend uncool, seine Musik über CDs oder gar LPs abzuspielen. Okay, letzteres ist schon irgendwie cool, aber dieses Jonglieren mit den silbernen Plastikscheibchen ist doch echt voll 90s.
Lange hatte ich herumgebastelt, aber nie eine halbwegs brauchbare Lösung gefunden. Vor kurzem habe ich mich daher entschlossen, bei Logitech mal einen kleinen Großeinkauf zu starten und mein Heim mit dem Squeezebox-System auszustatten.
Server
Hinter Squeezebox verbirgt sich ein Client-/Server-System aus einem Medienserver, der als Musikquelle dient, und mehreren Clients als Abspielstationen. Die Abhängigkeiten sind dabei ähnlich wie bei Telefonanlagen: Das Endgerät an sich ist "doof", die Intelligenz und Funktion liefert der Server.
Als Squeezebox-Server hat man die Wahl zwischen einem öffentlichen Server im Internet, der dann allerdings keine privaten Musikdateien abspielt, oder eben einem eigenen Server, den man entweder auf einem vorhandenen PC oder Mac laufen lässt oder auf einem NAS (Netzwerkfestplatte) betreibt. Ich habe letzteres gewählt, als Server fungiert ein QNAP TS-122.
Um Musik hören zu können, muss der Server aktiv sein. Daher bietet sich eine sparsame Netzwerkfestplatte an. Extra dafür den PC hochzufahren, halte ich für unpraktisch. Ihn nonstop laufen zu lassen, ist okönomischer und ökologischer Irrsinn.
Wenn man eine eigene Musikbibliothek pflegen möchte, so wird diese vom Squeezebox-Server verwaltet. Das heißt, dass der Datenbestand indiziert und in einer Datenbank registriert wird. Auf diese Weise kann man schnell auf jeden beliebigen Musktitel zugreifen – nach dem bekannten Zugriffsschema über Interpret, Titel, Album, usw. Der Musikbestand muss selbstverständlich auch jederzeit im Zugriff des Servers sein, insofern bietet sich eben eine Netzwerkfestplatte doppelt an. Alle meine Musik liegt dort – in Kopie. Die "Originale" liegen auf meinem PC. Doppelt gemoppelt hält besser (nennt man auch "Backup").
Software
Der Squeezebox Server selbst ist als Python-Anwendung realisiert und wird komplett über den Browser bedient. Es gibt zwei Bereiche, der eine betrifft die äußerst umfangreiche Konfiguration, der andere die Steuerung der Wiedergabe über den Browser. Ja, richtig: Man kann die Musikwiedergabe auch über den Browser steuern, wenn man das möchte.
Die Konfiguration umfasst notwendige Angaben, wie z.B. Speicherort, Adressen, usw. Aber auch individuelle Einstellungen lassen sich hier tätigen, wie z.B. die Handhabung von Alben mit verschiedenen Künstlern, die Interpretation der ID3-Tags, automatisches Ein- und Ausschalten (inkl. Wecker), usw. Hier alle Konfigurationsmöglichkeiten aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Eins soll jedoch gesagt sein: Es gibt viele Möglichkeiten zur Individualisierung und Anpassung an die persönlichen Gegebenheiten.
Eine Besonderheit des Squeezebox-Systems besteht in den Plugins – Neudeutsch würde man vermutlich "Apps" dazu sagen. Die Funktionen des Systems bzw. der Clients lassen sich durch zusätzliche Anwendungen erweitern. Das können Kleinigkeiten sein, wie z.B. eine besondere Darstellung auf dem Display, aber auch Automatisierungsfunktionen bis hin zu eigenständigen Anwendungen, die z.B. den komfortablen Zugriff auf Web-Dienste wie Last.fm oder Napster ermöglichen.
Clients
Ein "Client" ist das Endgerät, das letztlich die Musik abspielt. Vornehmlich geht es hier um eigenständige Geräte in Form von Radios oder Hifi-Komponenten, die direkt von Logitech in der Squeezebox-Reihe vertrieben werden. Es gibt aber auch bereits Implementationen für andere Geräte oder als Software für PC und Mac.
Bei den Squeezebox-Geräten gibt es zwei Generationen, die sich von der Bedienung her leicht unterscheiden. Die ältere Generation hat ein zweizeiliges, monochromes Display, die neuere ein vollgrafisches Farbdisplay. Die Bedienung ist sehr ähnlich bzw. gleich, manche Anwendungen gibt es jedoch nur noch für die neuere Generation.
Die meisten Squeezebox-Geräte werden über einen zentralen Drehknopf bedient, mit dem man durch die Menüs und Listen "kurbelt", ähnlich dem klassischen iPod. Das funktioniert ausgesprochen gut. Bei längeren Listen erhöht sich die Blättergeschwindigkeit automatisch, je länger man dreht, so dass man auch ohne Sehnenscheidenentzündung eine vollständige Interpretenliste von A-Z innerhalb weniger Sekunden durchblättern kann. Die Logik dahinter ist ausgesprochen gut, die "Beschleunigung" nimmt man kaum wahr, zumal sie sich auch wieder entsprechend anpasst, sobald man seine Drehbewegung verlangsamt oder zurück dreht.
Mehrraum-Fähigkeit
Was im ersten Moment eigentlich trivial klingt, ist es im digitalen Zeitalter leider nicht: Gleichzeitiges Abspielen derselben Musikquelle auf mehreren Endgeräten. Man muss sich vorstellen, dass man mit zwei Kassettenrecordern in zwei Räumen steht und es irgendwie schaffen muss, beide Kassetten gleichzeitig zu starten, dass die Musik exakt synchron läuft.
Im Squeezebox-System kann man jederzeit mehrere Clients miteinander synchron schalten. Das geht bequem über das Client-Menü oder die Web-Oberfläche.
Da Squeezebox ja über das Netzwerk per Kabel oder WLAN funktioniert, hat man es hier mit unterschiedlichen Signallaufzeiten zu tun, was eine ausgeklügelte Synchronisation und Kompensation erforderlich macht. In der Regel passt alles, die Laufzeit wird automatisch korrigiert. In manchen Konstellationen passiert es jedoch, dass ein Abspielgerät konstant versetzt läuft. Hierzu lässt sich in der Web-Oberfläche ein Zeitversatz einstellen, um diesen Fehler zu korrigieren. Ich hab z.B. an einem Wiedergabegerät digitale Funklautsprecher angeschlossen, die etwas zeitversetzt abspielen -- klappt problemlos.
Jeder Client kann jederzeit der Wiedergabe anderer Clients "beitreten" oder den Verbund verlassen. Etwas unschön ist hierbei jedoch, dass beim Hinzuschalten eines neuen Clients die Wiedergabe kurz unterbrochen wird, um den neuen im Bunde synchronisieren zu können.
Um dies zu verhindern, gibt es eine Option, dass die Synchronisation erst mit dem nächsten neuen Musiktitel erfolgen soll. Das funktioniert allerdings dann nicht, wenn man einen Internet-Radiosender hört, der ja ein Nonstop-Programm darstellt.
Fernsteuerung
Die Squeezebox-Clients der neuen Generation haben eine Besonderheit: Jeder Client ist selbst eine Abspielstation, kann aber auch als Fernsteuerung eines beliebigen anderen Clients (auch der älteren Generation) verwendet werden. Im Menü gibt es dazu den Punkt "Player wählen". In der Liste sucht man sich den gewünschten Client aus, und schon hat man auf dem eigenen Display dessen Bedienung. Alles, was man jetzt wählt, betrifft dann diesen fremden Client. Diese Funktion ist wohl hauptsächlich für den Squeezebox-Controller gedacht, der eigentlich eine reine Fernbedienung darstellt. Aber auf diese Weise kann man auch z.B. im Schlafzimmer den Radiowecker ein- und ausschalten oder vom Wohnzimmer aus die Musik in der Küche ausschalten.
Wiedergabesteuerung
Über die Bedienung und Musikwiedergabe ist eigentlich nicht viel zu sagen. Wer mit einem iPod zurecht kommt, sollte dies auch mit der Squeezebox können. Die Musikdateien sind in gewohntem Schema nach Interpret, Album, Titel, usw. sortiert. Durch die Liste lässt sich mit dem Drehrad schnell und zuverlässig navigieren. Abgespielt wird der ausgewählte Titel oder das Album.
Über die Konfiguration wird gewählt, ob nach der Wiedergabe eines Titels automatisch die folgenden eines Albums gespielt werden sollen, ob die Wiedergabe sich wiederholen soll, usw.
Eine Besonderheit, die viele sicherlich interessieren dürfte: Neben der datenbankgestützten Navigation ist auch der direkte Zugriff auf die Dateistruktur der Musikbiliothek möglich. Wer seine Musik in einer Ordnerstruktur mit eigener Logik abgelegt hat, kann diese ebenfalls als Ausgangspunkt beim Abruf der Musikdateien wählen.
Die Squeezebox-Clients sind alle in der Lage, Musiktitel lückenlos zu spielen. Bei Live-Alben oder Mixen gehen die Titel daher ohne Pause ineinander über, so wie es gewünscht ist. Eine Überblend-Funktion gibt es jedoch nicht, bzw. nur als Plugin.
Die Bedieneinheiten verfügen über eine eigene Taste, mit der sich ausgewählte Titel in die Abspielliste einreihen lassen. So kann man durch die Datenbank gehen und einfach per Tastendruck die gewünschten Stücke oder Alben in die Playlist stellen. Selbstverständlich gibt es auch die Möglichkeit, vorgefertigte Playlists abzuspielen.
Eine Funktion, die ich jedoch vermisse, ist das zufällige Durchmischen einer Playlist. Zwar gibt es selbstverständlich eine Zufallsfunktion, die springt dann jedoch durch die Playlist. Geschmackssache.
DLNA
Squeezebox ist ein eigenes, proprietäres Format. Das heißt, dass das System ausschließlich mit Seinesgleichen kommuniziert. Mit der aktuellen Server-Version ist jedoch zusätzlich auch eine DLNA-Unterstützung hinzu gekommen. Das heißt, dass sich von DLNA-Geräten auf die Musikdatenbank zugreifen lässt. Auch ist eine Steuerung der Squeezebox-Clients eingeschränkt darüber möglich.
Fazit
Ich bin mit dem Squeezebox sehr zufrieden. Für den Preis bekommt man sehr viel geboten. Beim Synchronbetrieb mehrerer Clients sollte man für eine gute Netzwerkanbindung sorgen. Denn kommt ein Client aus dem Tritt, wird muss neu synchronisiert werden, was bei Streaming-Quellen (Internet Radio) zu einer kurzen Unterbrechung führt. Daher habe ich mittlerweile die meisten Geräte per LAN-Kabel angeschlossen und seit dem keine Probleme mehr. Per WLAN hat einer der Clients zuvor die Kette immer wieder aus dem Tritt gebracht.
Für den Server sollte man sich ein gutes NAS zulegen. Je nach dem, ob und was man damit sonst noch vor hat, sollte das entsprechend leistungsfähig sein. Laufen im Hintergrund weitere Prozesse, kommt es bei der Bedienung der Squeezebox-Clients unweigerlich zu Wartezeiten.
in Audio, Testberichte um 14:11
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Busch+Müller LUMOTEC IQ Cyo T Senso Plus - Tagfahrlicht fürs Fahrrad
Samstag, 14. April 2012
Ich hab vor nicht allzu langer Zeit bereits den in meinen Augen absolut genialen LED-Fahrradscheinwerfer LUMOTEC IQ Cyo Senso Plus von Busch und Müller vorgestellt. Letztes Jahr hat der Hersteller noch eins draufgelegt und den Scheinwerfer um ein Tagfahrlicht mit einer grell leuchtenden LED-Leiste erweitert. Albern? Keineswegs!
Das Schlüsselerlebnis hatte ich an einem sonnigen Tag im vergangenen Sommer. In der Stadt ist mir dabei ein Radfahrer mit genau diesem neuen Scheinwerfer engegen gekommen. Kurzum: Man konnte ihn nicht übersehen. Die kleine LED-Leiste unter dem Scheinwerfer war so markant, dass er aufgefallen ist. Und genau das sollte ein Radfahrer im Stadtverkehr – auch am Tag. In einem Werbevideo von BUMM kann man den Unterschied zwischen einem normalen Fahrradscheinwerfer und der LED-Leiste erahnen
Also hab ich mir kurzerhand ein "Upgrade" auf den IQ Cyo mit dem unscheinbaren Kürzel T gegönnt und meinen "alten" kurzerhand an das Fahrrad meiner Freundin geschraubt, die bis dahin nur mit Halogen unterwegs war.
Die Funktionsweise ist nun wie folgt: Tagsüber leuchtet die LED-Leiste mit voller Helligkeit, der Hauptscheinwerfer ist gedimmt. Nachts ist es genau umgekehrt: Der Scheinwerfer hat die volle Helligkeit, die LED-Leiste schaltet auf Sparmodus. Die Umschaltung erfolgt automatisch per Lichtsensor.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich das so gut finde, dass in den beiden Modi jeweils das andere Licht zusätzlich "gedimmt" mit leuchtet. Den Strom hätte man sich durchaus sparen können. Begründet wird diese Entscheidung vom Hersteller jedoch damit, dass auch nachts die LED-Leiste für eine bessere Sichtbarkeit sorgt, da sie ja nicht nur nach vorn auf die Fahrbahn strahlt.
In der Praxis schaut es dann so aus: Einen wesentlichen Unterschied zwischen gedimmtem und voll leuchtenden Hauptscheinwerfer kann man kaum wahrnehmen, wohl aber bei der gedimmten LED-Leiste. Der Scheinwerfer lässt sich auch nachts manuell auf den Tag-Modus umschalten. Dann leuchtet die LED-Leiste das Nahfeld nochmals deutlicher aus.
Einen weiteren gravierenden Unterschied zum Vorgängermodell gibt es ebenfalls: Das Rücklicht ist immer eingeschaltet -- egal ob Tag- oder Nachtmodus. Nur wenn man den Scheinwerfer per Hand abschaltet, wird auch die Stromzufuhr für das Rücklicht deaktiviert.
So hinterlassen bei mir die Schaltmöglichkeiten eher gemischte Gefühle. Allerdings vermute ich mal, dass die Gründe irgendwo in der Straßenverkehrszulassung zu suchen. Und da man aber keinen signifikanten Kraftverlust bei eigneschaltetem System spürt, stört es mich nicht weiter.
in Fahrrad und Outdoor um 11:01
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Logitech diNovo Mini
Freitag, 13. April 2012
Computer im Wohnzimmer sind ja mittlerweile nichts besonderes mehr. Bei mir werkelt seit einiger Zeit ein kleiner PC mit der Mediacenter-Suite XBMC und dient als Archiv- und Abspielstation für Filme und Musik. Wunderbar.
Zwar lässt sich der PC auch über eine Fernbedienung steuern, doch ab und zu benötigt man dann doch mal eine echte Tastatur. Youtube-Videos per Bildschirmtastatur oder SMS-Nummerntastengeklicke zu suchen, ist dann doch sehr, sehr mühsam. Also muss eine wohnzimmertaugliche Tastatur her, die möglichst schnurlos arbeitet, nicht sehr groß ist und immer griffbereit ist.
Logitech bietet dafür dankenswerterweise die diNovo Mini an: Eine kleine Bluetooth-Tastatur mit Touchpad für die Mausbedienung.
Ausstattung
Die diNovo Mini kommt komplett mit USB-Bluetooth-Empfänger und Ladegerät. Ersterer ist ein einfacher Stecker, der unsichtbar hinter dem PC verschwindet, was man von zweiterem leider nicht behaupten kann. Bei solch einer schicken Tastatur hättte man sich eigentlich eine Ladestation wünschen können, in die man das Gerät bei Nichtgebrauch parken kann. Leider Fehlanzeige: Geladen wird mit einer lieblosen Strippe, die man auf der Rückseite reinfummeln muss.
Die Tastatur selbst ist aus Vollplastik, hat aber ein durchaus wertiges Finish. Dazu trägt vor allem die Abdeckung bei, mit der man die Tastatur staubdicht verschließt. Mit dem Aufklappen schaltet sich die Tastatur ein und verbindet sich ohne merkliche Verzögerung mit dem Empfänger. Gleichzeitig schaltet sich die Tastaturbeleuchtung ein, was einen durchaus schicken Effekt erzeugt.
Der kompakten Größe geschuldet gibt es natürlich keine vollwertige Tastatur. Da die Designer auch die deutschen Umlaute irgendwie unterbringen mussten, kommt es auch zu einigen eher seltsamen Doppelbelegungen. So ist die Tab-Taste direkt erreichbar, Escape hingegen nur auf der zweiten Ebene per Fn-Steuertaste.
Bedienung
Die Tastatur hat einen angenehmen Druckpunkt, wenngleich sie sich nicht zum Tippen langer Texte eignet. Man hält sie eher in beiden Händen und tippt mit den Daumen. Das funktioniert soweit auch gut.
Es gibt zwei Bedienmodi: Tastatur und Mausfunktion. Das runde Bedienfeld rechts oben ist ein berührungssensitives Touchpad, das dann wahlweise als Cursortastenfeld mit echtem Druckpunkt oder als Touchpad für die Mausbedienung dient. Zwischen den beiden Modi wechselt man über einen kleinen Schiebeschalter, die dann zur Verfügung stetenden Tastenfunktionen werden durch eine farblich grün bzw. orange wechselnde Beleuchtung angezeigt. Aus jedem Modus lassen sich jedoch auch die Funktionen des andern verwenden -- durch Drücken der Fn-Taste. Wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, dann geht das recht flott von der Hand. Denn meistens bedient man die Oberfläche entweder über die Cursor-Tasten oder per Maus.
Fazit
Die diNovo Mini ist die ideale Tastatur für Multimedia-Geräte im Wohnzimmer. Zum Schreiben längerer Texte ist sie meiner Meinung nach weniger gut geeignet. Für die Steuerung von Wiedergabefunktionen gibt es eine eigene Tastenreihe, was die Ausrichtung dieses Modells nochmals unterstreicht.
Die Tastatur ist kompakt, der Deckel zum Verschließen (und Ein- und Ausschalten) pfiffig, die Beleuchtung ungemein sinnvoll. Allerdings schaltet die sich für meinen Geschmack etwas zu schnell ab, und es gibt keine "ungefährliche" Methode, sie wieder einzuschalten. Klar, wenn man eine Taste drückt, geht das Licht wieder an. Aber dann hat man unter Umständen irgendwas ausgelöst, was man nicht wollte.
Roomba 770 - Erfahrungsbericht
Dienstag, 27. März 2012
Es ist Zeit für eine kleine Zwischenbilanz bei meinem neuen Hausgenossen, dem iRobot Roomba 770. Seit dreieinhalb Monaten wuselt der Staubsaugerroboter jetzt dreimal pro Woche durch meine Wohnung, so dass ich mir ein etwas genaueres Bild machen kann.
Vorweg: Das Gerät erfüllt nach wie vor meine Erwartungen. Ich bin fasziniert und angewidert zugleich, welche Staubmengen der Sauger regelmäßig einsammelt. Meine Idee, dass durch das regelmäßige Saugen sich erst keine Staubnester bilden können, hat sich voll und ganz bestätigt. Auch bilde ich mir ein, dass sich weniger Staub auf den Regalen absetzt.
Eines ist klar: In den Ecken und Winkeln muss man regelmäßig per Hand nacharbeiten, aber auch hier hält sich die Staubmenge sehr in Grenzen, was auch irgendwie verständlich ist. Denn wenn sich auf der Fläche nichts ansammeln kann, dann setzt es sich auch nicht in den Ecken ab.
Weniger schön ist hingegen, dass der Sauger den Bereich um seine eigene Ladestation ein wenig vernachlässigt. Vermutlich soll damit verhindert werden, dass er die Station versehentlich verschiebt und so nicht mehr andocken kann.
Die Bürsten lassen sich mit dem mitgelieferten Werkzeugen gut reinigen. Allerdings wickeln sich um die Achsen äußerst hartnäckig lange Haare, was dann doch ein wenig Fummelei nach sich zieht. Aber ich denke, dass man bei einem konventionellen Bürstensauger dieselben Probleme hätte.
QNAP TS-112 - kleines NAS mit guter Leistung
Montag, 26. März 2012
Das kleine QNAP NAS hab ich zugegebenermaßen jetzt schon seit fast einem Jahr. Dafür darf ich mir dann aber auch ein etwas umfangreicheres Urteil über das Gerät erlauben.
Squeezebox Mediaserver
Erste Frage: Wozu ein NAS? Nun, eigentlich speichere ich alle meine Daten auf lokal angeschlossene Festplatten. So weitläufig ist meine Anwesen nun auch nicht, dass ich an mehreren Orten auf ein zentrales Datengrab angewiesen bin. Der Hauptgrund für meinen Kauf war der Einstieg in die Squeezebox-Welt. Was ist Squeezebox? Das sind netzwerkbasierte Musikabspielgeräte, die auf einen zentralen Server und somit eine zentrale Musikbibliothek zugreifen können. Zu diesen possierlichen Geräten werde ich demnächst noch einiges schreiben.
Um ein Squeezebox-System betreiben zu können, ist ein Server notwendig. Wer nur web-basierte Dienste nutzen möchte, kann den öffentlichen Squeezebox-Server von Logitech im Internet nutzen, wer seine eigene Musikbibliothek verwalten möchte, benötigt einen eigenen Server. Als solcher kann jeder PC oder Mac fungieren, aber eben auch diverse NAS-Geräte, womit wir bei dem kleinen, weißen QNAP wären.
Für mich war das ein Sprung ins kalte Wasser, verbunden mit einem anständigen Henne-Ei-Problem. Ohne Server, kein Squeezebox-System, ohne Squeezebox-Player keine Beurteilung des Servers. Also habe ich mich auf technische Daten und spärliche Informationen aus dem Netz verlassen und mich schließlich halbblind für das TS-112 entschieden.
Technische Daten
Im Herzen des QNAP TS-112 schlägt ein mit 1,2 GHz getakteter ARM-Prozessor von Marvell, der speziell für Speichersysteme ausgelegt ist. Als Betriebssystem kommt eine von QNAP angepasste Linux-Version zum Einsatz, die eigentlich alles nötige bietet, aber dazu später mehr.
Das TS-112 kann eine SATA-Festplatte aufnehmen. Wer auf Datensicherheit zur Laufzeit Wert legt, sollte zum großen Bruder TS-212 grefen, in den zwei Platten Platz finden und als RAID genutzt werden können. Das "kleine" 112 hat jedoch immerhin 3x USB und 1x eSATA, an die weitere Speichermedien angeschlossen werden können, über die dann auch ein regelmäßiges Backup laufen kann. Als Netzwerkanschluss steht selbstverständlich ein Gigabit-Ethernet zur Verfügung.
Besonders angenehm ist, dass das QNAP TS-112 sparsam im Verbrauch ist. Im Betrieb zieht es rund 7 bis 15 W, was für einen Dauerbetrieb durchaus erträglich ist. Im Gehäuse ist zwar ein Lüfter verbaut, bei der von mir gewählten Festplatte kommt er jedoch praktisch nie zum Einsatz.
Einsatz als Datenspeicher
Das QNAP TS-112 erfüllt alle meine Ansprüche an einen externen Datenspeicher. Der Zugriff ist per Windows- oder Apple-Freigaben möglich, wer vom Web aus zugreifen möchte, kann außerdem FTP nutzen. Die Datenrate beim Zugriff im LAN liegen ein gutes Stück hinter den Möglichkeiten eines Gigabit-Netzwerks zurück, aber deutlich über 100-Mbit/s-Geschwindigkeit. Die tatsächliche Datenrate hängt selbstverständlich von der jeweiligen Netzwerktopographie und der verwendeten Festplatte ab.
Server-Qualitäten
Interessant wird das NAS in meinen Augen erst durch die zusätzlichen Funktionen, die das Gerät über die reine Datenspeicherei hinaus bietet. So arbeitet das TS-112 bei mir auch als Drucker-Server, damit mein USB-Drucker von jedem Rechner aus erreichbar ist. Das ist praktisch.
Richtig interessant wird es jedoch mit dem Plugin-System, über dass sich verschiedene Pakete auf dem Gerät installieren lassen, die dann die unterschiedlichsten Aufgaben erfüllen. Eine dieser Aufgaben ist der bereits erwähnte Squeezebox-Server. Allerdings seit hier gleich vorweg gesagt, dass die 1-Klick-Installationslösung hier nicht den neuesten Serverversion mitbringt. Wer up to date bleiben möchte, ist leider gezwungen, selbst Hand anzulegen. Dazu ist es notwendig, ein Anwendungsframework zu installieren, das mit der jeweiligen Squeezebox-Serverversion zusammenarbeitet. Dazu sind z.T. Grundkenntnisse in Linux-Systemen angebracht, die Anleitungen muss man sich aus Foren zusammenfischen. Insofern ist die Werbeaussage von QNAP, dass das NAS als Squeezebox-Server eingesetzt werden kann, ein klitzekleinwenig zu optimistisch. Anfängern würde ich das daher nicht ans Herz legen.
Unter den weiteren Paketen finden sich dann diverse Server-Anwendungen, darunter Intranet- oder Web-Server-Lösungen, aber auch BitTorrent-Clients und Download-Programme für Web-, Sharehoster- oder NNTP-Downloads. QNAP kennt offensichtlich die Zielgruppe.
Als Medienserver abseits der Squeezebox hat das TS 112 auch einiges zu bieten. Zum einen lässt es sich als DLNA-Server verwenden (über das Twonky-Server-Plugin), Bildergalierien lassen auch über den Web-Browser komfortabel ansehen Browser.
Praxis
Das Gerät verrichtet nun seit gut einem Jahr seinen Dienst bei mir, und ich habe keinen Grund zur Klage. Man merkt jedoch hier und da, dass der 1,2-GHz-Prozessor nicht der allerschnellste ist, wenn man mehrere Aufgaben parallel ausüben möchte. Ein Torren-Download kann dabei durchaus die Antwortzeit beim Dateizugriff oder bei der Bedienung der Squeezeboxen beeinträchtigen.
Praktisch ist, dass die übersichtlich gestaltete Verwaltungssoftware auch einen Schedule enthält, über den man neben Backups auch Neustarts des Systems planen kann. Ich hab mein QNAP so eingestellt, dass es jede Nacht einen Neustart vornimmt. Das kostet nichts extra, und ich habe die Gewissheit, dass sich durch die Zusatzprogramme nicht irgendwelche Speicher vollschaukeln.
Fazit
Ich würde mir ein bisschen mehr Leistung wünschen. Aber das Gerät erfüllt seinen Zweck gut und gibt kaum einen Grund zur Klage.
Nachtrag zu Archos G9
Mittwoch, 11. Januar 2012
Als ich heute in einem großen und nach Eigenauskunft nicht "blöden" Elektronik-Markt die Auslage mit den Tablet-PCs etwas genauer inspizierte, ist mir dort ein Archos G9 80 Turbo in die Hände gefallen, also dasselbe Modell, das ich gerade erst retourniert habe.
Ich wollte wissen, ob bei dem dort ausgestellten Exemplar der Bildschirm ebenfalls ungleichmäßiger Druckbelastung ausgesetzt ist, je nach dem wie man es anfasst. Bei meinem Testgerät zeigten sich an festen Stellen dann die typischen wellenförmigen Verfärbungen in der Anzeige.
Um es kurz zu machen: Nein, gab es bei dem Austellungsgerät nicht. Da ich ja eines der ersten G9 Turbo erhalten habe, ist daher davon auszugehen, dass Archos hier nachgebessert und das interne Gehäusedesign so verändert hat, dass es nicht mehr zu diesen Druckstellen kommt.
Staubsaugerroboter iRobot Roomba 770
Mittwoch, 28. Dezember 2011
Es saugt und bläst der Heinzelmann.... Tjaja, das kennen wir alle noch. Aber seit Loriots legendären Sketch hat sich in Sachen Bodenpflege nicht wirklich viel geändert. Noch immer muss man durch die ganze Wohnung wuseln und möglichst regelmäßig den Staub- und Schmutzpartikeln auf den Leib rücken, die sich so überall angesammelt haben.
Mit mir nicht mehr! Ich hab nun den Schritt gewagt und habe mir einen Staubsauger-Roboter zugelegt. Obwohl ich von verschiedenen Testberichten verunsichert war und letztlich seitenlang gelesen habe, was die Maschinchen alles nicht können, wollte ich es nun selbst wissen. Mein neuer Mitbewohner ist ein Roomba 770.
Ausstattung
Der Roomba 770 gehört zu der neuesten Generation von iRobot und unterscheidet sich vom aktuellen Top-Modell 780 im Design und Ausstattung. Wichtigstes Merkmal sind die elektronischen Leuchttürme: Dabei handelt es sich um kleine, etwa Coladosen-große Geräte, die einen unsichtbaren Infrarotstrahl aussenden, mit dem man z.B. Räume abgrenzen kann.
Beim "kleinen" 770 sind nur einfache "virtuelle Wände" möglich: Kommt der Roboter in den Strahl der elektronischen Barriere, so betrachtet er diese wie eine Wand und kehrt um. Damit lassen sich dann die Ecken abgrenzen, die der Roboter auslassen soll. Beim 780 gibt es die Möglichkeit, diese Barrieren wie eine Tür zu verwenden. Der Staubsauger überquert die Linie erst, wenn der davor liegende Raum seiner Meinung nach "sauber" ist.
Da sich iRobot dieses Feature neben einigen anderen, eher zu vernachlässigenden Goodies beim 780 gut bezahlen lässt und ich ohnehin eine offene Wohnung habe, lag meine Präferenz nun nicht auf dieser Funktion.
Ansonsten gleichen sich beide Modelle funktional, beide verfügen über eine Timer-Funktion, die für jeden Wochentag einen automatischen Reinigungslauf vorwählen lässt. Der 770 hat mechanische Tasten auf der Oberseite, der 780 reagiert auf Berührung.
Beim 770 liegt "virtual Wall" bei, ein Satz Ersatz-Filter, verschiedene Reinigungswerkzeuge und eine Infrarot-Fernbedienung.
Funktionsweise
Entgegen anderer Modelle hat der iRobot ein rein chaotisches Reinigungsprogramm. Er durchfährt einen Raum so lange, bis er meint, dass es reicht. Dabei kontrollieren mehrere Sensoren die Reinheit der eingesaugten Luft, ein Mikrofon "horcht" zudem auf verdächtiges Rasseln – kein Witz! Wird eine höhere Schmutzkonzentration gemessen, dann schaltet der Roboter von seinem chaotischen Programm auf den so genannten Spot-Modus um, bei dem er die betreffende Stelle mehrfach in konzentrischen Kreisen abfährt.
Zusätzlich erkennt der Roboter recht zuverlässig Ecken und Kanten. So fährt er an einer Wand direkt entlang und umrundet Ecken und Stuhlbeine in einem engen Radius.
Im Timer-Modus nach getaner Arbeit oder bei schwachem Akku kehrt der Roomba automatisch wieder zu seiner Ladestation zurück. Der Weg wird ihm dabei mittels Infrarot-Leitstrahl gewiesen.
Das Saugsystem ist mit einem richtigen Staubsauger nicht zu vergleichen, da fehlt dem Akku schlicht die Kapazität, dieselbe Leistung zu erbringen. Allerdings muss man hier auch ganz klar sagen, dass die allermeisten Staubsauger hier ohnehin am falschen Ende ansetzen und eher mit Wattzahlen protzen.
Der Roomba verfügt über zwei gegenläufig rotierende Walzen: eine mit Gummi-Lamellen, eine Bürste. Gemeinsam wirkt dieses System eher wie Besen und Kehrschaufel – unterstützt durch den Saugstrom. Aufgefangen wird der so eingesammelte Dreck in einem Behälter am Heck des Roomba, die Ausblasöffnungen sind mit zwei kleinen, austauschbaren HEPA-Filtern versehen, so dass der Staub auch wirklich im Behälter bleibt.
Die Saugöffnung ist übrigens nur halb so breit wie das gesamte Gerät. Um dennoch auch an den Rändern und Ecken ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen zu können, hat der Roomba an der rechten Ecke drei rotierende Pinsel, mit denen er praktisch den Schmutz in Richtung seines Saugers schaufelt.
Praxis
Ich bin ja durch verschiedene Test- und Erfahrungsberichte entsprechend vorgewarnt. Ein Staubsaugerroboter erreicht zum jetzigen Stand der Technik niemals das Ergebnis eines herkömmlichen Staubsaugers. Doch muss er das überhaupt? Der Vorteil eines Roboters ist doch gerade, dass man nicht selbst Hand anlegen muss. Also ist das Gerät auch nicht darin beschränkt, wie oft es seinen Dienst verrichtet. Was ist also, wenn ein weniger guter Staubsauger häufiger eingesetzt wird, statt einem guten selten? Meiner Theorie nach sollte das Ergebnis in jedem Fall zufriedenstellend sein: Wenn der Roboter mehrmals pro Woche die Wohnung saugt, dann kommt es erst gar nicht dazu, dass sich größere und daher schwerer zu entfernende Schmutzmengen ansammeln – insbesondere an den Rändern und Ecken.
Zu den Bedingungen: In meiner Wohnung habe ich ausschließlich Glattboden. Wie die Saugleistung auf Teppich ist, kann ich daher nicht beurteilen. Zumindest die Fußmatten, die ich an Küche und Balkon liegen habe, machen einen durchaus gut gereinigten Eindruck.
Der Roomba verrichtet jetzt seit etwas über einen Monat seinen Dienst bei mir, und ich muss sagen, dass ich mir einbilde, mit meiner Theorie Recht zu haben. Zumindest lässt die Menge an Staub, die er bei jedem (!) Durchlauf einsammelt, durchaus auf einen Erfolg schließen. Die Vorstellung, dass sich diese Handvoll Staub und Flusen überall ansammelt, bis ich mich dann mal bequeme, den "großen" rauszuholen, ist dann doch eine bizarre Vorstellung.
Programmiert habe ich den Rooba so, dass er dreimal pro Woche während meiner Abwesenheit loslegt. Das funktioniert soweit gut, bis auf eine Kleinigkeit: Die Programmierer haben den Ausschalter vergessen. Ja, richtig gelesen! Wenn man für ein paar Tage verreist, muss man die Timer manuell wieder löschen. Den Roomba auszuschalten und von der Ladestation zu nehmen, reicht nicht. Das kann mein Radiowecker besser.
Ansonsten ist es schon amüsant, dem Maschinchen bei der Arbeit zuzusehen, auch wenn man nicht immer verstehen muss, warum er jetzt in welche Richtung abbiegt. Die Fernbedienung verstehe ich mehr als ein Gimmick. Darüber lässt der Roomba sich tatsächlich wie ein ferngesteuertes Auto fahren – allerdings nur in Sichtweite, da Infrarot. Es macht Spaß ihn durch die Wohnung zu fahren, statt ihn an seinen Einsatzort zu tragen.
Hindernisse erkennt der Roomba "mechanisch". Die vordere Hälfte ist eine federnde Stoßstange, die mit Gummi überzogen ist und zusätzlich mit Abstandssensoren versehen ist. Nähert sich der Roboter einem Hindernis, bremst er ab und fährt weiter, bis er es tatsächlich berührt. Dabei passiert es allerdings auch, dass er besonders dünne Stuhlbeine übersieht und etwas heftiger dagegen rumpelt. Aber wenn ich sehe, wie ich staubsauge, dann darf ich mir in diesem Punkt keine Kritik erlauben.
Schwierigkeiten hat der Roomba mit Kabeln und vergleichbaren Gegenständen auf dem Boden, die sich in den Antriebsrädern oder den Saugwalzen verheddern können. Hier sollte man unbedingt darauf achten, dass vor jedem Sauggang entsprechende Hindernisse verräumt sind.
Auch mit leicht verrutschbaren Teppichen hat er seine Probleme, da es hier vorkommt, dass ein Rad auf dem Teppich "durchdreht" während das zweite auf festem Boden steht. Hochflorige Läufer und Fransen meistert er jedoch ohne größere Schwierigkeiten.
Der Staubbehälter muss per Hand ausgeleert werden. Es soll einen Füllstandssensor geben, der einen vollen Behälter meldet. So weit habe ich es aber bisher noch nie kommen lassen. Das Ausleeren geht zu meiner Überraschung sehr einfach. Der Behälter ist innen glatt und auf einer Seite nur mit einem halbhohen Steh abgegrenzt. Den kann man aufklappen, der Staub fällt in einem Stück wie ein fluffiger Woll-Lappen heraus. Es ist nicht nötig, dass man den Behälter ausbürstet oder ähnliches -- ausklopfen reicht, der Kunststoff ist so glatt, dass der Dreck ohne Mühe hinaus fällt.
Wer bisher schon einen Bürstensauger besaß, der kennt sicherlich den unangenehmsten Punkt der Reinigung: Haare. Um die Bürste wickelt sich alles, was länger als ein paar Zentimeter ist. Doch hier bin ich schlicht sprachlos: iRobot legt als Reinigungswerkzeug einen Ring bei, der auf einer Seite mit kleinen Zähnen versehen ist. Diesen Ring schiebt man mit sanfter Gewalt ein, zweimal über die Bürstenwalze, und alle Haare sind abgestreift. Klasse! Die Walzen lassen sich übrigens mit zwei Handgriffen ein- und ausbauen. Dazu muss lediglich der Rahmen um den Walzenkasten aufklappen, schon lassen sie sich herausnehmen. Beim Einsetzen muss man dann nur noch darauf achten, dass die eine Seite korrekt in die vierkantige Aussparung einrastet – fertig. Um die rotierende Seitenbürste zu tauschen bedarf es jedoch eines Schraubendrehers. Doch das sollte kein großes Hindernis sein.
Fazit
Es ist noch zu früh, ein endgültiges Ergebnis zu liefern. Vor allem verspreche ich mir, dass durch die regelmäßige Grundreinigung weniger Staub in Ecken und auf den Regalen liegen bleibt. Bislang bin ich zuversichtlich.
Ich habe mir angewöhnt, morgens vor dem Verlassen der Wohnung die Türen der Räume zu schließen, die er nicht "besuchen" soll. Denn wichtig ist mir, dass er den besonders dreckanfälligen Eingangs- und den direkt angeschlossenen Wohnbereich saugt. In Bad, Schlaf- und Arbeitszimmer schicke ich ihn dann "per Hand" und lass ihn dort einfach – ebenfalls bei geschlossener Tür – alleine werkeln.
Seit der Roomba bei mir arbeitet, habe ich den "großen" Staubsauger noch nicht bemüht. Die Sauberkeit war nach meinem Empfinden ausreichend. Einzelne Staubnester, die sich insbesondere um die Ladestation oder in verschachtelten Ecken ansammeln, bekämpfe ich mit meinem Akku-Handstaubsauger -- eine Sache von weniger als 5 Minuten.
Den eher durchwachsenen Testergebnisse, die man so bisweilen liest, weil die Saugroboter nicht den gesamten Teststaub aufgesammelt haben, sehe ich gelassen. Zum einen würde ich vermutlich per Hand auch nicht alles erwischen, zum anderen gehe ich davon aus, dass er das, was er heute nicht aufgeaugt hat, dann morgen findet.
Archos G9 – ein Reinfall
Dienstag, 20. Dezember 2011
Tja, voller Erwartung habe ich die Ankündigung des Tablet-Rechners "Archos G9" gelesen. Bei einem Bekannten hatte ich zuvor das Vorgängermodell in den Händen und war angenehm überrascht. Nach langer Wartezeit habe ich nun mein Archos G9 bekommen – und bin enttäuscht. Aber der Reihe nach:
Austattung
Von den technischen Daten her lässt das Archos G9 eigentlich kaum Wünsche offen. Es ist mit einem Dualprozessor mit 1,2 GHz ausgestattet, bietet ein handliches 8-Zoll-Display mit kapazitiven Touchscreen, hat 16 GB internen Speicher, der sich per microSD erweitern lässt.
Hinzu kommt noch ein USB-Anschluss, der auch Host-fähig ist, sowie ein recht pfiffiger Erweiterungsslot in Form eines USB-Stick-Einschubs für ein UMTS-Modem. Als Betriebssystem kommt das gerade noch aktuelle Andoid 3.2 Honeycomb zum Einsatz, das speziell für Tablets herausgegeben wurde.
Als kleinen Gimmick kann man den metallverstärkten Plastikstummel auf der Rückseite ansehen, mit dem sich das Tablet leicht schräg aufstellen kann. Zum einen taugt es in der Position gut als Medienplayer, zum anderen unter Zuhilfenahme einer Bluetooth-Tastatur als Notebook-Ersatz.
Verarbeitung
Schon beim Auspacken merkt man schnell, warum dieses Gerät nur 280 Euro kostet. Es ist ein nicht besonders sorgfältig gefertigtes Stück Plastik, dem jeder auch noch so kleine Reiz fehlt. Das Display ist nur mit einer Kunststoff-Oberfläche statt Glas versehen, die zudem Fingerabdrücke sammelt wie ein Teenager Knutschflecke. Die Spaltmaße des Gehäuses sind auf dem Niveau eines billigen China-Radioweckers, der microSD-Einschub ist nicht mehr als ein unmotivierter Schlitz an der Seite. Der Einschaltknopf und Lautstärkeregler ist ein Stück Plastik desselben Materials und Farbe wie das übrige Gehäuse.
Richtig schlimm wird es, wenn man das Gerät in den Händen hält: Denn wenn man die Rückseite an ein paar bestimmten Stellen berührt, verfärbt sich das Display.
Bedienung
Die Bedienung und und das Handling des Systems selbst ist auf dem Niveau vergleichbarer Honeycomb-Geräte. In den meisten Fällen reagiert das Archos flüssig, allerdings machen die bei kapazitiven Bildschirmen so essentitell wichtigen Wischgesten keinen Spaß, da die Plastik-Displayscheibe den Finger zu stark abbremsen. Hier offenbaren sich dann auch letztlich die Schwächen des Android-Systems, denn um ans Ende oder den Anfang einer Web-Site zu scrollen, muss man sich auf dem Bildschirm einen Wolf schrubben. Letzteres ist besonders lästig, da die URL-Zeile nur dann sichtbar ist, wenn die angezeigte Seite am oberen Anfang steht.
Überhaupt habe ich so meine Probleme, mich mit dem Android-System anzufreunden – zu undurchsichtig erscheint mir das Multitasking-Konzept. Zwar lassen sich mehrere Anwendungen parallel öffnen, doch weiß man nicht, ob sie wirklich offen bleiben oder nur beim Umschalten neu gestartet werden. Beim Browser wird das besonders deutlich: Schreibt man in ein Online-Formular einen Text, wechselt dann die Anwendung, um etwas nachzusehen, dann wird beim Zurückschalten auf den Browser die Seite neu geladen – und der angefangene Text ist weg. Multitasking geht anders.
Es gibt Anwendungen, die im Hintergrund arbeiten können, wie z.B. Mail-Programm, Skype, usw. Doch auch hier fragt man sich: Laufen sie? Und noch viel schlimmer: Wie kann man sie beenden. Kein Witz: Ich habe keine Möglichkeit gefunden, Skype zu beenden. Die Anwendung selbst bietet dazu keine Schaltfläche, und wie man über irgendwas vergleichbares zu einem Taskmanager das Programm schließen kann, habe ich noch nicht entdeckt. Davon, das Programm überhaupt aus dem Autostart zu nehmen, will ich erst gar nicht anfangen.
Am meisten enttäuscht bin ich vom Standby-System, wobei ich jetzt nicht sagen kann, ob das ein Android-Problem oder das des Archos ist. Das Gerät unterscheidet wie ein PC zwischen "Aus" und Standby. Schaltet man es aus, dann muss man nach dem Einschalten eine nicht unerhebliche Bootphase über sich ergehen lassen. Setzt man es nur in den Standby, dann zieht es weiterhin ordentlich Strom, bongelt eifrig bei eingehenden Mails und schwenkt dann schließlich nach einem Tag die weiße Fahne, weil der Akku leer ist. Muss das so sein? Ist das gewollt?
Ich könnte die Liste noch lange fortsetzen, hauptsächlich gibt es Kritik an den Anwendung und an der seltsamen bis unlogischen Bedienung des Android-Systems.
Fazit
Mein Abenteuer Archos G9 wird ein jähes Ende durch Rücksendung finden. Zwar hätte mir klar sein müssen, dass man für 280 Euro nicht viel erwarten kann, doch dass es so wenig ist, hätte ich mir nicht gedacht. Vor allem die miese Verarbeitung, der billig wirkende, aufgeklebte Rahmen um den Bildschirm, die Drucksensitivität des Gehäuses und letztlich die enttäuschende Usability haben mich dazu veranlasst.
Hoffen wir mal, dass Android 4.0 Besserung bringt -- und dass neue Geräte zu attraktiven Preisen auf den Markt kommen. Wer weiß, vielleicht wird das nächste ja doch ein Windows-8-Tablet.
Dual-SIM Handy Nokia 101
Donnerstag, 3. November 2011
Tja, und noch ein Dual-SIM-Gerät. Habe ich neulich doch erst das Nokia C2-00 vorgestellt, so schiebe ich jetzt noch den Testbericht des Modells 101 nach. Sinn und Zweck eines Mobiltelefons, in dem man parallel zwei SIM-Karten betreiben kann, hatte ich ja bereits erläutert.
Ausstattung
Das Nokia 101 gehört von der Ausstattung her zu der alleruntersten Kategorie. Außer den reinen Telefonfunkitonen, SMS und ein paar Spiele hat es nichts zu bieten. Man fühlt sich praktisch 15 Jahre in die Vergangenheit versetzt, wenn man ein solches Gerät in den Händen hält. Doch wer wirklich nur telefonieren will, der ist damit voll bedient.
Dennoch kann das 101 immerhin mit einem einfachen MP3-Player punkten, der über eine microSD-Karte gefüttert wird, die sich im laufenden Betrieb von außen tauschen lässt. An der Geräteoberseite findet sich dazu eine Standard-3,5mm-Buchse für die Kopfhörer.
Als nettes Gimmick hat das 101 zusätzlich eine Taschenlampe integriert -- eine kleine, weiße LED am oberen Gehäuserand.
Bedienung
Auch beim 101 findet sich die gewohnte Menüstruktur der S40-Geräte, wenn auch hier nochmal einen Tacken einfacher. Etwas gewöhnungsbedürftig ist das Steuerkreuz, das nur vier Richtungen kennt, aber keinen Mittel-Klick zum Bestätigen der Eingaben. Zum Auswählen und Bestätigen nutzt man den linken Softkey neben dem Steuerkreuz.
Die Taschenlampe wird übrigens durch Drücken des Steuerkreuz nach oben eingeschaltet. Einmal Drücken: Die Lampe leuchtet, so lange man die Taste drückt. Zweimal Drücken: Lampe ist dauerhaft eingeschaltet.
Praxis
Das Nokia 101 fühlt sich richtig billig an, das muss man mal so in aller Deutlichkeit sagen. Bei einem Gerät für 35 Euro ist das aber nicht wirklich verwunderlich, dass man ihm den Preis auch anmerkt. Von den Funktionen her tut es genau das was es soll.
Gegenüber dem C2-00 ist anzumerken, dass sich die zweite SIM-Karte beim 101 nicht im Betrieb wechseln lässt. Man muss dazu den Akku entfernen, unter dem beide Karten untergebracht sind. Kurioserweise sitzt die Hauptkarte dabei in dem von anderen Nokia-Geräten bekannten Metallsockel, die zweite Karte ist nur eingesteckt.
Ein weiterer Unterschied ist die veränderte Software, die auf dem Display zu jeder Zeit nun beide Empfangsbalken anzeigt. Beim C2-00 war die Empfangsanzeige nur im Standby-Modus zu sehen.
Fazit
Dieses Modell würde ich schlicht als "Zweckgerät" einstufen. Es sieht unauffällig aus, tut was es soll. Aber mehr eben auch nicht. Es fühlt sich nach leichtem Plastik an, der Klang ist auch etwas blechern, aber gut verständlich. Es ist das ideale Zweithandy, bei dem es nichts ausmacht, wenn es mal runterfällt. Ich würde sogar behaupten, dass es dabei weniger Schaden nimmt, als jedes andere.
Beleuchtete Tastatur
Mittwoch, 5. Oktober 2011
Schwarze Tastaturen sind schick – keine Diskussion. Allerdings haben sie einen Schönheitsfehler: Sobald es im Raum etwas dunkler wird, kann man ihre Tasten nicht mehr gut erkennen. Und obwohl ich wahrlich nicht zu der Spezies Computernutzer gehöre, die sich im dunklen Keller die Nächte um die Ohren schlägt, ist es bisweilen ein wenig schattig auf meinem Schreibtisch. Denn direktes Licht auf dem Monitor ist blöd. Also die Idee, eine Tastatur mit beleuchteten Tasten zu kaufen.
Logitech Illumanted Keyboard
Als erstes Modell habe ich mir die das "Illuminated Keyboard" von Logitech angesehen: Zweifelsfrei eine schöne Tastatur. Die Tasten sind wie bei einem Notebook mit kurzem Hub, die Kanten leicht tastbar, der Anschlag angenehm spürbar. Die Tastatur ist leicht gummiert, so dass sie sehr griffig erscheint. Die Tasten sind weiß und gleichmäßig beleuchtet.
Schreiben macht darauf Spaß, wenn, ja wenn da nicht eine Kleinigkeit wäre, die mich gestört hätte: Aus mir unerfindlichen Gründen haben die Designer die Einfügen-Taste verbannt und dafür die Entfernen-Taste doppelt hoch gestaltet. "Einfügen" findet man statt dessen oben klein in der Leiste neben den anderen unwichtigen Tasten, wie Druck, Pause, usw.
Den allermeisten Menschen dürfte das kaum auffallen – wer benutzt schon groß die Einfügen-Taste? Na, ich. Und da sich bei mir bestimmte Tastenkombinationen in all den Jahren eingeschliffen haben, komme ich einfach nicht damit zurecht, dass diese Taste an einem anderen Platz ist. Schade, denn ansonsten gefällt mir die Tastatur sehr gut.
Logitech Wireless Illuminated Keyboard
Meinen zweiten Versuch starte ich mit der schnurlosen Variante von Logitech, dem Wireless Illuminated Keyboard. Auf den Abbildungen ist dort zumindest zu sehen, dass alle Tasten an ihrem Platz sind. Okay, bestellt, ausgepackt und los geht es.
Da die Tastatur akkubetrieben und per Funk angebunden ist, kann die Beleuchtung logischerweise nicht wie bei der schnurgebundenen Variante per USB-Spannung ein- und ausgeschaltet werden. Statt dessen wurde hier ein Näherungssensor eingebaut, der die Beleuchtung aktiviert, sobald man die Hände über die Tastatur hält. Das funktioniert tatsächlich, auch wenn der Sensor einen Tick empfindlicher sein könnte.
Weniger gefallen haben mir jedoch die Tasten. Hallo Logitech? Statt schlicht dieselben Tasten wie in der schnurgebundenen Variante zu verwenden, hat man hier auf abgerundete Tastenkappen gesetzt. Ja, Sie lesen richtig: abgerundet. Die Kanten der Tasten sind kaum ertastbar, wer blind zu schreiben versucht, landet unweigerlich ständig zwischen den Tasten oder gleich daneben. Für mich eine völlige Enttäuschung.
Fujitsu KB910 beleuchtete Tastatur
Letzter Versuch: Ich bestelle die deutlich billigere Fujitsu-Tastatur KB910 mit Beleuchtung. Beim Auspacken muss ich schon feststellen, dass man diesem Modell anmerkt, dass es nur halb so viel kostet, wie die schnurgebundene von Logitech. Auch die Tasten sind nicht so schön griffig. Dafür haben sie jedoch einen deutlich fühlbaren Rand, das Anschlagsgefühl ist nicht ganz so gut wie bei der ersten Logitech, aber noch immer gut. Für mich also klar der Favorit
Fazit
Ich habe die Fujitsu behalten, da sie ein normales Tastenlayout besitzt und ein gutes Anschlagsgefühl bietet. Multimedia-Tasten haben übrigens alle drei Modelle zu bieten: Bei der schnurlosen Logitech allerdings nur als Doppelbelegung auf den F-Tasten, bei der Fujitsu als Folientaste am oberen Gehäuserand.
Logitech Wireless Illuminated Keyboard
SPLAT! by David Cummins powered by Serendipity v1.5.2





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